Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vom Athmungsbedürfniß des Körpers zum Behuf der Geistesthätigkeit
Person:
Nasse, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13991/23/
fUrfoche des Winterfchlafs feyrykann, verbunden ift, 
dahingegen bei fchyyäfherer Qeiffcfsthätigkeit im Men- 
fchen npch einer folchen Erfcheinung an 
den Hirngefäfsen etwas beobachtet hat. , Wie dasAthem- 
holen iflV gewöhnlichen Schlafe theils langfamer, theijs 
fqh,wächer werde, zeigt uns die Beobachtung des erften 
fceftea Gefunden ruhig Schlafenden, deffen Verdauung 
nickt, zu fehr in Anfpruch genommen ift, befonders 
leinige Zeit nach dem Einfchlafen deffelben, wo das 
Rachen weniger in den Schlaf hinüber wirkt., Ueber» 
ekiftimrneod hieniit ift es, dafs fchon blois.e Schläfrig- 
keit.kie Luftzerietzung durch das Athrnen befchränkt. 
Sphmdpn Alten und Pepys *), dafs in ein Gemenge von 
açht nnd fiebenzig Theilen Wafferftoffgas u;id zwei und 
^jçrapzig Theilen Sauerftoffgas eingefperrte Meerfchweiu» 
cjipp zu Anfang diefer Einfperrung, wo fie noch mun- 
tftif.waren, mehr Kohlenfäure ausfchieden, als nachher, 
yrie fiefchläfrig wurden, fo dafsalfo, wie Abnahme 
^ys Sauerftoffs in der geathmeten Luft Schläfrigkeit 
zur Folge hat, hinwiederum Schläfrigkeit Abnahme 
des Sauerftpffverbrauchs nach fich zieht. Eben fo 
beobachtete Prout5 ) an fich felbft, als er die Menge der 
Kohlenfäure, maafs, die er zu verfchiedenen Stunden 
des; Nachts wachend ausathmete, dafs diefe Kohlenfäure 
nie fo wenig betrug, als wenn er fchläfrig wurde. Und 
endlich fchliefst fich hieran Nyftens 3) Beobachtung, 
dafs i während ein einmaliges Athmen eines Gefunden 
I) Philof. Transact, for 1809 ; p. 4*4. 
a) Thomfons Annals, Novbr. 1814. p. 351 ; Table I. Nach wel¬ 
chen beiden Erfahrungen alfo wohl die Behauptung von Bran¬ 
dis (Pathologie, S. 547): die ausgeathmete Luft von Einfchla- 
fenden fey zerfetzter und minder athembar, als die von Wachen¬ 
den , zu berichtigen feyn dürfte. 
3) Recherches de phyfiologie; p. 194 und Iÿo.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.