Bauhaus-Universität Weimar

471 
fcheinen aus einer doppelten Schicht, einer äufsern zel- 
ligen, einer innern muskplöfen gebildet. Wahrfchein- 
lich wird die erftere durch die Verzweigung einer Menge 
von Luftgefäfsen, deren Stämme das Rückengefäfs in. 
feiner tage erhalten, gebildet, indem man bei einigen 
Arten, z. B. der Raupe des grofsen Pfauenauges (Bom¬ 
byx pavonia major) das Rückengefäfs wie aus mehrern 
weifslichen Län gen Irre i fen zufammenge fetzt findet, die 
bei näherer Unlerfuchung nichts als ein durch die Luft* 
gefäfsverzweigungen gebildetes Netz find. 
Sein Durchmeffer ift im Larvenzuftande allgemein 
weit gleichmäfsiger als beim vollkomnmeri Infekt, was 
wenigftens nicht ganz von der geringen Tiefe der Ein¬ 
feh nürungen, wodurch der Körper derfelben in Ringe 
abgetheilt wird, abhängt, fondera vielmehr mit der grö- 
fsern oder geringern Menge von Fett, die fielt in den 
verfchiedenen Gegenden des Körpers befindet, in Be¬ 
ziehung fteht, indem immer das Rückengefäfs in den 
vollkommnen Infekten vorn, wo ßch wenig Fett findett 
weit enger als in feinem übrigen Verlauf, bei den Lar¬ 
ven dagegen das Fett durch den ganzen Körper ziem¬ 
lich gleichmäfsig angehäuft ift. 
Die Nerven und Luftgefäfse des Rückengefäfses 
find fehr anfehnlich, die letztem, befonders am hin¬ 
tern Theile deffelben, ftark entwickelt. 
In feiner Lage wird es durch dreieckige Muskeln¬ 
bündel befeftigt, zwifchen deren, aus fehr feinen und 
di-clit an einander ftehenden Q^erahfchnitten gebildeten 
Fafern fich indeffen eine Menge Fettkügelchen befin¬ 
den, welche in einer fehr ausdehnbaren Zellhaut ent¬ 
halten lind, deren Farbe immer mit der Farbe derFlüffig- 
keit des Rückengefäfses, nicht immer mit der des mehr 
.animalifirten, welches das Bauchfell enthält, überein¬ 
kommt. Diefe letztere kann man infofern für anima- 
/
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.