Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Centraltheile des Nervensystems in den Säugthieren: Fortsetzung des im 1sten Heft abgebrochnen Aufsatzes
Person:
Meckel, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13966/50/
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dievon Morgagni , Wenzel und auch von min einige* 
mal beobachteten Fälle von Duplicität derfelben viel¬ 
leicht ein Ueberbleibfel der fpätern Durcbgangsbil- 
dung find. 
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B. G eftreifte Körper. 
Die geftr ei ft en Körper find anfänglich gar nicht 
vorhanden, indem die Hemifphären durchaus nur als 
einfache, dünnwandige Höhlen erscheinen. Doch ent¬ 
wickeln fie fich fehr früh, und erfcheinen dann weit 
deutlicher als in fpätern Perioden von den Wänden 
der Hirnhöhlen fowohl als von den Hirnganglien ab¬ 
gefetzt und durch tiefe Furchen voïi ihnen getrennt. 
Sie laufen nach vorn in Zwei Spitzen aus, die lieh 
allmählig weiter,von einander entfernen, und deren 
hintere fich nach innen biegt. Unftreitig fliefst diefe 
mit der gleichnamigen der entgegengefetzten Seite zu- 
fammen und ift die vordere Commißur. 
Die geftreiften Körper find, nachdem fie entban¬ 
den , verhältnifsmäfsig defto gröfser zu den Hemifphä¬ 
ren, je jünger der Embryo ift, indem die Wände der 
letztem in demfelben Verhältnifs dünner find. Nie 
enthalten fie in ihrem Innern eine gefchloffene Höhle 
und eben fo wenig, entftehen fie, wenigftens fo weit 
bis jetzt meine Beobachtungen reichen, durch Ein- 
wärtsfchlagen des untern Theiles der Ilirnhöhlen- 
wände, nach Art einer Windung, die nachher ver- 
wüchfe, fondera blofs durch allmählige Verdickung 
der untern Wand der Hemifphäre.
        

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