Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Knochenstücke im Kiefergerüst der Vögel
Person:
Nitzsch, Christian L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13965/4/
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mit dem gleichnamigen Knochen der andern Seile. 
Es ift der Jochkieferknochen nicht nur in allen Jün¬ 
gern Vögeln längere oder kürzere Zeit ein völlig un- 
terfchiedenes, gepaartes Stück, fondern er bleibt es 
auch in einigen Hühnern , namentlich beim Auerhahn 
beßändig. Von feiner Grüfse und Form läfst lieh ira 
Allgemeinen wenig fagen. In einigen Vögeln, wie 
z. B. in den Hühnern, ift er ziemlich klein, fchmal 
und gräthenärtig, und es ift von der Kapfel, welche 
die Highmorshöhle bildet, faft keine Spur da; bei 
andern aber, wie ganz vorzüglich beim Storch, bei 
den Raub- und vielen Schwimmvögeln, ift er von be¬ 
trächtlicher Grüfse und bildet einen grofsen, oder den 
gröfsten Theil des Qberfchnabeis, deffen gröfseren, in- 
nern, pneumatifchen Räume ihm immer angeboren. 
Das ebenfalls , gepaarte Najenkieferbein fleht, 
wie gefagt, die Najalportion der Säugtlüerkiefer- 
beine dar. Diefer Knochen allein ift bisher von den 
Anatomen als eigentliches Oberkieferbein der Vögel 
befchrieben worden. Man kann denfelben nach feiner 
Figur mit einer Gabel füglich vergleichen, und wenn, 
man diefen Vergleich gelten läfst, fo liegt der breite, 
flache Griff der Gabel mit feiner Unterlläche auf der 
horizontalen Platte des Siebbeius und einem beträcht¬ 
lichen Theil des Stirnbeins feiner Seite auf ; nach 
aufsen legt er fielt an das Thrünenbein, nach innen 
aber an ein fogenanntes Nafenhem an; die obere Zacke 
der Gabel begleitet in derfelben Richtung nach vorn 
das Nafpiibein, die andere aber fteigt nach unten und 
dann nach vorn, und fohiebt fich zwilchen den Sei:
        

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