Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Geschichte der Bildungsfehler des Herzens welche die Bildung des rothen Blutes hindern
Person:
Meckel, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13955/17/
Kammern zufammenhingen. Zwilchen der Lungen¬ 
arterie und Aorte kein Zufammenhang, indem der. 
arteriöfe Gang verfchloffen war. Die. Klappe des eirun¬ 
den Loches in ihrem untern Theile unvollkommen, 
ynd die Oeffnung, wenn fie ausgedehnt wurde, drei 
Linien weit. Die Langen adhärirten nur ftellenweis, 
aber fehr feft, waren voller Tuberkeln und enthielten, 
ulcerirte, mit geronnenem Blute angefüllte Höhlen, die 
aber nicht das Anfehn von Vomicis hatten. Auch ent¬ 
hielten fie keinen Eiter, und eben fo wenig war im 
Leben Eiter ausgeworfen worden. 
Statt dafs in diefen Fällen auf die weit gewöhn¬ 
lichere Weife die Aorte aus beiden Kammern entfprang, 
fahe Herr Cooper zweimal bei unvollkomnmer Schlie- 
fsung der Kammerfcheidewand nicht fie, fondera die 
Lungenarterie auf diefe Weife mit beiden Kammern 
zufammenhângén, eine feltne und unftreitig auch, mei¬ 
nes Wiffens, vorher noch gar nicht bekannte Bildung. 
Der erfte Fall ift in mehr als einer Hinficht merk¬ 
würdig. ( Die Herzfehler fchienen in der Familie ein- 
heimifch. Von zwölf Kindern blieben nur vier am 
Leben, und mehrere hatten Zeichen voll Herzkrank¬ 
heiten. Zwei von den geftorbenen Kindern wurden 
nach dem Tode unterfucht, und die Urfache ihrer 
Krankheit in einem Herzfehler gefunden. Das eine 
diefer Kinder, ein Mädchen, wurde drei Monate, das 
andere, ein Knabe, von dem es merkwürdig ift, dafs 
er ein Zwilling war, nur fünf Tage alt. Das Ath- 
mert des letztem war beftändig fehr befchleunigt, keu¬ 
chend , die Haut beftändig dunkel purpurfarben. Der
        

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