Bauhaus-Universität Weimar

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ftündiges Kochen mit Alkohol von einem fpecififchen 
Gewicht ~ 0,810 keine Spur einer fettwachsartigen 
Materie erhielt. Das nämliche gilt von der gallertartigen 
Materie, die derfelbe Chemiker für ein Kunftproduct 
hält. Hiermit fcheinen auch die Verfuche eines mei¬ 
ner Zuhörer, des Herrn Dr. Wienholt, an denen ich 
indeffen keinen Antheil hatte, über ein (deffen Differ- 
tatio fiftens analyfin organorum corporis humani prae- 
cipue fecei'nentiuin in partes conftituentes propiores, 
praefide I. H. F. de Autenrieth. Tubingae 1815.) 
Er bemerkte, dafs der Alkohol im Ueberllufs und 
wiederholt angewandt, doch nur eine beftimmte Menge 
geiftiges Extract,- hei verfchiedenen Organen eine ver- 
fchieden grofse Menge ausziehe, und folgert daraus, 
dafs jene Meinung des Herrn Prof. Berzelius gröfs- 
tentheils falfch fey. Er machte auch die intereffante 
Bemerkung, dafs das des Gelatinifirens unfähige wäf- 
ferigte Extract aus den Muskeln das Gelatinifiren 
zeigte, nachdem der Extractivftoff durch Alkohol da¬ 
von getrennt war. Die Refultate feiner Unterfuchung, 
die er am Ende der Abhandlung tabellarifch aufge¬ 
führt hat, find in der am Ende beigefügten Tabelle 
zufammengeftellt. 
Aus diefer Ueberficht der Refultate feiner Ver¬ 
fuche ergiebt fich nach den Bemerkungen des Ver« 
faffers folgendes: Haut und Zellgewebe zeichnen fich 
durch die grofse Menge Fiber und wäfferigten Ex- 
tractes; dagegen Herz und Lungen, Hoden, zottigte 
Haut des Darmkanals, Milz, Niere, Bauchfpeichel- 
drüfe, Leber, Blut aus der untern Hohlader durch
        

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