Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eine physiologisch-optische Beobachtung: Von dem im Jahr 1814 verstorbenen Doctor legens J. T. Sachs, ordentl. Mitgliede der pyhsikal. med. Societät. Mitgetheilt vom Geh. Hofr. u. Prof. Harles
Person:
Sachs, J. T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13952/6/
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vom Innern des Zimmers aus) nebeneinander durch 
ein folches betrachtet werden, an der Gränze zwilchen 
Licht und Schatten, oder zwifchen dem liehen und 
dunkeln Bilde, wenn fie nicht auf der Axe1 des Pris¬ 
ma fenkrecfit ift, eine farbige Erfcheinung entfteht. 
Und zwar kommt in dem erften Falle,' den wir mit 
den neuern Optikern den objectiven nennen wollen, 
da, wo der Schatten gegen den brechenden Winkel, 
das Licht gegen die diefem Winkel gegenüberftehende 
Fläche des Prisma zu liegen kommt ( bei der gewöhn¬ 
lichen Lage des Prisma an der untern Gränze des 
Lichtes) ein gelber, da hingegen, wo das Licht gegen 
den brechenden Winkel, der Schatten gegen die'die¬ 
fem gegenüberftehende Fläche des Prisma liegt (ge¬ 
wöhnlich an der obern Gränze des Lichtes) ein blauer 
Rand vor. In dem zweiten Falle, den man den fubjec- 
tlven nennt, ift dies umgekehrt. In dem gelben Rande 
unterfcheiden die Phyfiker zwei in einander tiberflief- 
fende Farben: gelb und (gelb-) roth, oder drei': 
gelb, orange und (gelb-) roth, in dem blauen eben¬ 
falls zwei: blau und violer, oder drei: azur, indigo 
und violet. Wenn ein gelber und ein blauer Rand 
einander fo nahe kommen, dafs das (eigentliche) Gelb 
des' einen und das Azur des andern fich decken, er- 
fcheint an der Stelle diefer Vereinigung Grün ; fo wie, 
wenn beiderlei Ränder auf der andern Seite mit ihrem 
Roth und Violet in einander übergreifen, der Purpur 
fich zeiget. So werden die Farben des Prisma (nur 
mit Ausnahme des Purpurs, deffen einige nicht er¬ 
wähnen) fo viel mir bekannt, allgemein angegeben.
        

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