Bauhaus-Universität Weimar

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Nach alleu cliefen Refultaten fclieint das zuletzt 
fliefsende Blut die wenigfte fefte Materie zu enthal¬ 
ten. Auch könnte es, da der Unterfchied in der gan¬ 
zen Blutmaffe derfelbe als im Serum allein ift, fchei- 
nen, als ob die Abnahme der Dichtigkeit des letztem 
Blutes von der Zunahme der wäfferigten Theile ab¬ 
hinge, und dann miifste man fragen, woher rührt 
nun diefe Zunahme des Waffers ? etwa von der ver¬ 
mehrten Kraft der einfaugenden Gefäfse während der 
zunehmenden Ermattung der äufserften Enden der ab- 
foadernden Arterien, oder bios von der Schwäche 
diefer und der fich gleich bleibenden oder doch 
nur wenig abnehmenden Kraft jener? Meiner Mei¬ 
nung nach ift der letzte Grund der wahrfcheinlich- 
fte, und mit der Pathologie und Therapie verträg- 
lichfte. Ich weifs wohl, dafs der berühmte Hey dem 
Anfcheine nach ganz ändere Refultate erhalten hat: 
nach feinen Verfuchen befitzen die zuletzt fliefsenden 
Theile des Bluts weniger Serum als die erften, im 
Verhältnifs von a8,8 zu 55,8 *). Da er aber nicht 
die fpecififchen Schweren, fondern nur die jedesmalige 
Maffe des Serum’s, aufgefunden hat, fo erfcheinen 
leine Verfuche mangelhaft. Der Blutkuchen befteht, 
wie alle neuern.Schriftfteller wiffen, aus rothen Theil- 
chen, Blutwaffer und Faferftoff, und da das Serum 
nur in dem Zwifchenräumen des Faferftoffs wie in ei¬ 
nem Schwamme enthalten ift ; fq enthält er nothwen- 
dig defto mehr Serum, je weicher und lockerer der 
1) Hey on the Blood p. 36.
        

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