Bauhaus-Universität Weimar

E. ZIMMERMANN, LEIPZIG 
Königl. Sachs. Staatsmedaille, LEIPZIG 1897. 
Emilien-Strasse 21 
Psychologische und Physiolo¬ 
gische Apparate, Mikrotome 
GEGRÜNDET 1887 
Silberne Medaille ROM 1894. 
Diplome d’Honneur TURIN 1901. 
Goldene Medaille, PARIS 1900. 
=W= 
Sphygmomanometer 
nach Riva-Rocci. 
Pas Sphygmomanometer dient zur Messung des arteriellen Blutdruckes, wobei der Puls durch einen gemessenen 
Druck zum Verschwinden gebracht wird. 
Zu diesem Zwecke besteht der Apparat 1. aus einem 4l/2 cm breiten und 40 cm langen Gummischlauch, der 
zur Verhütung eigener Ausdehnung mit Seide überzogen ist. Derselbe wird um die Mitte oder untere Hälfte des 
entblössten Oberarms mässig straff gelegt, wobei besonders zu berücksichtigen ist, dass die Muskulatur vollkommen 
schlaff sei. Das freie Ende wird durch die Klemme K um die Rolle R gezogen 
und mittelst der Druckschraube 5 fixiert. Bei älteren Apparaten wurde der Schlauch 
zwischen zwei Stahlschienen geklemmt. Die neue Klemme, Fig. 2, die nach den 
Angaben des Herrn Prof. Dr. Perthes konstruiert ist, besitzt den Vorzug grosser 
Handlichkeit und schliesst den Schlauch viel dichter ab ohne grosse Pressung. 
Zu starkes Anziehen der Schraube S ist zwecklos und zersprengt un¬ 
bedingt den Bügel K. 
Der Schlauch bildet jetzt ein luftdichtes Kissen, in welches das Verbindungs¬ 
röhrchen v führt. Dasselbe wird durch dickwandigen Gummischlauch mit dem zweiten 
Hauptteile: dem Quecksilbermano¬ 
meter nach Fig. 1 verbunden, an 
dessen metallener Zuführung ein 
Doppelgebläse angebracht ist. Das 
Bassin des Manometers ist so¬ 
weit mit Quecksilber zu füllen, 
dass der Meniskus desselben 
den Nullpunkt der hinter dem Steigrohr angebrachten Skala bildet. Zwecks 
ihrer Höhe verstellbar. 
Wird nun mittelst des Gebläses die Luft komprimiert, so zeigt das Manometer direkt den im Innern des 
Schlauches herrschenden Druck an. Indem die linke Hand den Puls fühlt, wird bei fortgesetzter Steigerung der 
Oberarm allmählich eingeschnürt und da sich der Druck auf die Weichteile fortpflanzt, der Puls wesentlichen Ver¬ 
änderungen unterworfen, bis er bei ca. 100 mm Hg das Maximum seines Volumens erreicht. Dies zeigt sich durch 
lebhafte Schwankung der Quecksilbersäule des Manometers an. Bei weiterer Kompression wird der Puls kleiner, bis 
er schliesslich ganz aufhört, so dass man den Zeitpunkt des Verschwindens oder Wiedererscheinens genau fühlen und 
den entsprechenden Druck auf einige mm Hg genau ablesen kann. 
Den letzteren Teil der Drucksteigerung bewirkt man am vorteilhaftesten durch Kompression des zweiten 
(vorderen umstrickten) Ballons. Mittelst desselben kann man sehr feine Abstufungen der Druckzu- oder -abnahme 
erzielen und falls irgendwo an den Verbindungen des Apparates eine undichte Stelle entstanden ist, den Druck hier¬ 
durch lange Zeit auf gleicher Höhe erhalten. 
Fia. 1. 
Fig. 2. 
Korrektur ist dieselbe 
in
        

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