Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Specialitäten physiologischer Apparate: Preliminary catalog
Person:
Rothe, Rudolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13702/30/
Nr. 15. 
Apparat zur Untersuchung des Farbensinnes 
der exoentrisolien Netzhautstellen. 
(Nach Prof. Hering, v. Gräfe’s Archiv für Ophth. XXXV, 4.) 
lieber einem horizontal rotirenden Farbenkreisel befindet sich eine gleichmässig graue Fläche, 
welche durch eine mit grauem Papier bespannten Holzrahmen (in der Abbildung nur von der Unterseite 
sichtbar) gebildet und in verticaler Richtung verstellbar ist. Ueber der Stelle des Kreisels, welcher genügend 
weit unter dem Rahmen 
liegen muss, um nicht in 
den Schatten desselben zu 
fallen, ist in der grauen 
Fläche ein kleines rundes 
Loch ausgeschlagen, wel¬ 
ches als ein (in der je¬ 
weiligen Kreiselfarbe er¬ 
scheinender) farbiger (z.B. 
neutralgrüner) Kreisfleck 
in der grauen Fläche ge¬ 
sehen wird. Ist der Kopf 
über dem Loche mittelst 
des Augenhalters (a) fixirt 
und man gibt dem Auge 
eine solche Richtung, dass 
das Loch im indirecten 
Sehen Farblos erscheint, so 
unterscheidet es sich von 
der grauen Umgebung nur 
noch durch seine Hellig¬ 
keit; es erscheint als ein 
hellerer oder dunklerer 
Fleck in der Fläche. Um 
Fläche undKreisfleck auch 
auf gleiche Helligkeit brin¬ 
gen zu können, ist dieEin- 
richtung getroffen, dass 
man den Rahmen an dem 
hilfen mittelst der Kurbel k oder durch den Beobachter selbst mittelst des Trittbrettes in Rotation versetzt 
werden. Der verstellbare Pinsel p berührt den (nur einseitig befestigten) Holzrahmen von unten her und 
dämpft dadurch etwaige Schwingungen des letzteren. 
Es werden 4 Holzrahmen beigegeben, welche mit grauem Papier von verschiedener .Helligkeit 
überzogen sind und beliebig gewechselt werden können. — Da der Rahmen abgenommen werden kann, 
so lässt sich der Apparat auch lediglich als Farbenkreisel verwenden. 
Wegen der grossen Rotationsgeschwindigkeit ist es nöthig, die Achse, auf welche die Papierscheiben 
aufgesetzt werden, von Zeit zu Zeit zu ölen, wozu am besten das gewöhnliche Uhröl zu verwenden ist. 
Die Schnur darf nicht zu straff gespannt sein, weil die Reibung in der Achse sonst zu gross wird. 
Die Schnurspannung geschieht durch Verschiebung der Achse, welche in dem Schlitz des betreffenden 
Eisenstückes durch die messingene Flügelmutter fixirt wird.............Preis 135 Mark. 
Dazu ein doppelter Theilkreis zum Ablesen der inneren und äusseren Sectoren . Preis 12 Mark. 
Griffe (ft) um eine horizon¬ 
tal von links nach rechts 
gehende Achse drehen 
kann. Die graue Fläche 
ändert dabei ihre Neigung 
zum einfallenden Lichte 
und damit ihre Helligkeit. 
(Die jeweiligeNeigung der 
Fläche kann an dem seit¬ 
lich angebrachten Grad¬ 
bogen abgelesen werden.) 
Auf diese Weise gelingt 
es leicht, dem Rahmen 
die gleiche Helligkeit mit 
dem farblosen Kreisflecke 
zu geben. Wenn die Rän¬ 
der desLoches ganz scharf, 
d. h. nicht aufgeworfen 
oder eingebogen sind, so 
werden sie im indirecten 
Sehen nicht wahrgenom¬ 
men und der Kreisfleck 
verschwindet dann so voll¬ 
ständig, dass man ganz 
den Eindruck hat, als ob 
sein Bild auf die Stelle des 
blinden Fleckes gefallen 
wäre. Der Kreisel kann 
entweder von einem Ge- 
♦eje*«-
        

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