Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Allgemeiner Registier-Apparat (Kymographion): Verfertigt von D. B. Kagenaar, seit 1860 Mechamiker und Amanuensis am Physiologischen Laboratorium der Reichs-Universität in Utrecht (Holland)
Person:
Kagenaar, D. B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit13696/3/
man den Cylinder in jeder beliebigen Schnelligkeit drehen lassen kann und durch das Wechseln 
der Rolle s die erwünschte Schnelligkeit als Spirallinie geben kann. 
Beim Einsetzen des Spirallaufs des Cylinders sorgt man dafür, dass das Stahlstäbchen p gut 
befestigt werde. Am besten verfährt man auf diese Weise : man setzt den Cylinder so hoch wie 
möglich auf die Achse mittelst der Schraube n fest, nachdem man den Schieber z gut in den 
Einschnitt der Achse geschoben hat; dann steckt man das Stahlstäbchen p durch die centrale 
Oeffnung der Schraube j bis in die OelTnung des Schiebers, und schraubt jenes Stäbchen mittelst 
Schraube y an. Wenn nun die Saite auf die beschriebene Weise über die Scheiben läuft, 
schraubt man Schraube n ganz los, wodurch der Cylinder gänzlich frei an der Saite hängt, und 
der Cylinder während der Bewegung sinken kann; man sorge dafür, dass die Achse immer glatt 
und ohne Rost sei. 
Die Rolle s kann man auch ein wenig mehr nach vorne und das Räderwerk nicht berührend 
auf eine derartige Einrichtung setzen, um, wenn man wil, dem Cylinder, ohne dass er in einer 
Spirallinie dreht, kleinere Verschiebungen auf der Achse zu geben. 
Um verschiedene Neben-Apparate anzubringen, sind vor das Räderwerk zwei messingner 
Schiebesäulen angebracht worden, worein man sehr bequem mit Stangen versehene Stücke 
schieben kann, zum Befestigen von Marey’schen Trommeln, Hebeln u. s. w. ; ausserdem sind jedem 
Instrumente noch zwei in die Säulen passenden Tischplatten D.D. von entsprechendem Umfange 
beigefügt, in dieselben sind an verschiedenen Stellen Messingne Schrauben angebracht zum Befes¬ 
tigen der hinzugefügten Schlitten und Stangen. Ein ein wenig nach hinten angebrachter Stahlstab 
giebt Gelegenheit zum Ansetzen eines Blutdruckmanometers. 
Man lege das Papier mit der geglätteten Fläche fest um den Cylinder, nachdem man zuvor 
den gummierten Rand ein wenig angefeuchtet 1ml. 
Jedem Apparate wird eine Anzahl Bogen geglättetes Papier beigefügt. Die Cylinder sind 
verfertigt jach dem überall im Handel üblichen Masse des Glacé papiers und zwar: 
Höhe 25‘.'o, Umfang 63 centimeter, sodass die registrierten Blätter angenehme Dimensionen 
haben, sowohl zur Aufbewahrung in der Mappe ais zum Demonstrieren, und dieselben sozusagen 
eine bequem lesbare Form haben. 
Zum schwarz machen des Cylin¬ 
ders dient Apparat Fig. 2. 
Der Cylinder lässt sich leicht auf 
Achse a schieben und von einer 
Petroleumflamme schwärzen, wäh¬ 
rend dieser Apparat sich zugleich 
dazu eignet, in horizontaler Rich¬ 
tung zB. mit dem Phonautographen 
des Prof. Bonders u. s. w. zu regis¬ 
trieren. 
Die Curven vom Cylinder abzu¬ 
nehmen, schneidet man das Papier, 
da wo die Enden ein ander bedecken auf dem Cylinder durch, und zieht es mit der Qualmfläche 
durch einen Behälter mit Schellackfirniss. 
Das Registrieren mit Dinte macht sich auf die bekannte Weise. 
In der Figur 1, sind als Nebenapparate noch gezeichnet : 
A. Der Kontrolleur des Lufttransportes von Bonders.........f 22.50 
Dazu ist auf einer drehenden Achse eine excentrisch in der Form des Herzstosses abge-
        

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