Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der respiratorische Gasaustausch bei großen Temperaturänderungen
Person:
Sanders-Ezn, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit1347/36/
93] 
dek hesimrator ische Gasaistauscii etc. 
93 
aufnehmen, mit der sie wahrend der Ventilation in Berührung 
gekommen ist. Diese Annahme widerlegt sich aber direct aus 
den Erscheinungen des Versuchs selbst. Hatte sich die Lull 
auf ihrem Wege aus der Schnauzenkappe bis in das Kugelgefäss 
noch merklich abgektlhlt, so mussten sich die Glasröhren, welche 
die beiden Stücke verbinden, auf ihrer innern Flache mit Wasser 
beschlagen haben, was in derThatnicht geschieht. Daraus gehl 
hervor, dass die Luft schon durch die Melallslücke der Kappe 
genügend abgektlhlt wurde, so dass sie bei ihrem Uebcrgang in 
«lie andern Stücke des Apparats kein Wasser mehr abgeben 
konnte. Aber wenn selbst aller ausgeatbmele Wasserdampf in 
die Barytlösung gedrungen wäre, so würde doch der Fehler kein 
sehr merklicher sein. Angenommen, die auf 20° mit 110 gesät¬ 
tigte Luft sei vom Kaninchen auf 40u erwärmt und mit HO ge¬ 
sättigt worden, angenommen, das Thier habe 80mal in der Mi¬ 
nute geathmel und jo 5 CbC., also in 20 Minuten 8 Litres Luft 
ausgestossen, so würde hierdurch doch nur höchstens 0,3 CbC. 
Wasser in die Barytlösung gekommen sein, wodurch ein pro¬ 
portionaler Fehler von 0,15 l’roc. veranlasst wäre. 
4) Störungen der AthemBewegung. Jeder Wider¬ 
stand, den die Luft beim Ein- oder Austritt aus der Nase vor- 
lindet, verlangsamt bekanntlich die Alhembewegung. Hierdurch 
könnte dann, wie wir aus guten Gründen anzunehmen berechtigt 
sind, die Ausscheidung der C02 aus dem Blute beeinträchtigt wer¬ 
den. Um den Athmungswiderstand vollkommen wegzuschaffen, 
ist es nicht allein nöthig, die Ventile zu entfernen, welche früher 
in ähnlichen Apparaten vorhanden waren, sondern es muss auch 
die vor der Nase liegende Luft immer genau auf dem Druck der 
Atmosphäre erhalten werden. Die erstere dieser Bedingungen 
konnte nach der lunführung eines neuen Ventilationsverfahrens 
erfüllt werden, die zweite dagegen ist nicht vollständig erreicht 
worden. Sie würde leicht zu erfüllen gewesen sein, wenn man 
entweder das ganze Thier in den Alhmungsraum aufgenommen 
hätte, oder wenn man den Inhalt des letztem zu einer Grösse hätte 
anschwellen lassen, gegen welche das Volum eines Alhemzugs 
verschwindend klein gewesen. Jeder der genannten Auswege 
würde aber die genaue Auswerlhung des verzehrten Sauerstoffs 
wesentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht haben, 
und darum schien es rathsam , auf andere Wege zu denken. — 
Das einzige Mittel, was bei einem kleinen, 500 CbC. nicht Uber-
        

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