Bauhaus-Universität Weimar

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H. Kronecker, Apparate für Physiologie. 
II. Leiter. 
Hawskley hat Platinelektroden, in Hartgummiplatten versenkt, 
(Nr. 5515) ausgestellt,'welche den im Leipziger physiologischen Insti¬ 
tute gebrauchten gleichen 1). 
Die Donders’schen unpolarisirbaren Elektroden2) (Nr. 5548), 
nach dem Principe der du Bois-Reymond’schen zusammengesetzt, 
sind zierliche aber gebrechliche Glasröhrchen, deren hakenförmig um¬ 
gebogene Enden an der concaven Seite eine ovale Oeffnung angefeilt 
besitzen. Ein mit Kochsalz getränktes Thonpfröpfchen schliesst die¬ 
selbe, und amalgamirte Zinkstäbe in Zinkvitriollösung bilden das für 
polarisationsfreie Leitung nöthige System. Die dazu gehörige feuchte 
Kammer ist im Principe der feuchten Reizungsröhre von E. du Bois- 
Reymond3) ähnlich, ganz analog dem Rosenthal’sehen Troge. 
Engelmann’s Gaskammer mit unpolarisirbaren Elektroden für 
elektrophysiologische Experimente (Nr. 5550) empfiehlt sich durch com- 
pendiöse Einrichtung und gefällige Form. 
Hermann’s unpolarisirbare Elektroden (Nr. 5526) sind einfache 
amalgamirte Zinkstäbe, deren Enden mit Thonstiefeln versehen werden. 
Engelmann’s Fallhammer (Nr. 1720) ist dem von Helmholtz 
(Koenig) modificirten4) Pflüger’schen sehr ähnlich. Ursprünglich 
ist das Modell Siemens’sche Erfindung. 
Unter den in der Section „Elektricität“ ausgestellten Apparaten 
sind mir Elliott’s guter aber kostbarer Doppelschlüssel (Nr. 1725) 
und der vortreffliche Siemens’sche Widerstandskasten (Nr. 1921) auf¬ 
gefallen als Vorrichtungen, die sich im Leipziger physiologischen In¬ 
stitute eingebürgert haben. 
Kronecker’s Pendelcommutator6) (Nr. 5511), ein eigenartiger 
Apparat, der sich wesentlich von den anderen Stromwendern unter¬ 
scheidet: nicht dadurch, dass dieser pendelnd erhalten, oder, rhythmisch 
von einem Elektromagneten festgehalten, in beliebigen Intervallen (die 
grösser sind als eine Secunde) zu fungiren vermag, sondern weil hier 
in kreisförmig gebogenen Glasröhren Quecksilber gegen die geschlosse¬ 
nen Enden hinströmt, dort die eingeschmolzenen' Drahtenden in leiten¬ 
den Contact zu bringen, während sonst zu den ruhenden Quecksilber¬ 
näpfchen die Drahtwippe bewegt wird. Die Bewegung des Quecksilbers 
*) Cyon’s Methodik 178 und Big. 3, Taf. IV. 2) Pflüger’s Archiv 
V, 3, Taf. I. 3) Gesammelte Abhandlungen I, 211 bis.213. *) Cyon’s 
Methodik 319 u. 323. B) Beschreibung und Abbildung im deutschen Kata¬ 
loge, sowie in Cyon’s Methodik 331, Fig. 1, Taf. XLI.
        

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