Bauhaus-Universität Weimar

Plethysmographen; Federmanometer; Schreibhebel. 611 
doppelwandig macht und den Hohlraum, zu dem ein enges Kautschuk¬ 
rohr führt, massig auf bläst. Ein Quetschhahn schliesst das Kohr und 
hält die Manchette beliebig aufgebläht. Zu starke Spannung derselben 
comprimirt die Venen, hindert somit den Blutabfluss und mehrt abnorm 
das Volumen des Vorderarmes. 
2. Hohlfedermanometer. 
Das Fick’sche Federmanometer (Nr. 753), analog dem Bour- 
don’schen Aneroidbarometer construirt, wird, wie die Flüssigkeit im 
Manometer durch die Blutsäule in Bewegung versetzt und vermag da¬ 
her, gut graduirt, die absoluten Druckwerthe anzuzeigen. Es besitzt 
vor dem Quecksilbermanometer den Vorzug geringerer Masse, so dass 
es plötzlichen Schwankungen genau zu folgen im Stande ist, doch ge- 
räth es bei sehr frequenten Pulsen so stark in Mitschwingungen, dass 
es die Druckschwänkungen viel zu gross angiebt, während das Queck- 
silberm^nometer sie vielleicht etwas zu klein markirt. 
3. Hebel. 
Helmholtz hatte gelehrt, durch Vermittelung von Hebeln die 
Verkürzung des zuckenden Muskels aufzunotiren. 
Ein neuer sehr elegant gearbeiteter Muskelhebelapparat (Nr. 5530), 
von Brunton ausgestellt, dient, um die Wirkungen von Giften auf die 
Zuckungscurven von Froschmuskeln zu studiren. Zum Vergleiche kön¬ 
nen zwei Muskeln gleichzeitig in zwei soviel als möglich geschlossenen 
Cylindern den giftigen Dämpfen oder Flüssigkeiten ausgesetzt und 
elektrisch gereizt werden. Durch Vermittelung von Rollen wirkend 
Gegengewichte können die Last der Hebel ganz oder theilweise äquili- 
briren. 
Marey’s leichte Hebel, die durch Druckfedern die Froschmuskeln 
spannen, sind.von ihrem Erfinder in mehreren Exemplaren (Nr. 5586, 
11 u. 12) bei seiner Collection ausgestellt. 
Die von Aeby für die „Messung der Fortpflanzungsgeschwindig¬ 
keit der Reizung in der quergestreiften Muskelfaser“ eingeführte Me¬ 
thode: den Verlauf der Dicken Zunahme des sich contrahirenden Mus¬ 
kels durch aufgelegte Hebel zu notiren, ist von Foster sehr vereinfacht 
worden. Seine leichthandlichen Hebelchen1) (Nr. 5536) sind von 
Hawksley ausgestellt; ähnliche von Donders (Nr. 5543), welche 
auch als Markirer auf Ventrikel und Vorhof des Froschherzens gelegt 
werden können. 
i) Beschreibung und Abbildung im „Handbook for the x>hysiolog. labora¬ 
tory“ edited by J. Burdon-Sanderson 364, Plate C. V. 
39*
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.