Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Peritonealhöhe bei Fröschen und ihren Zusammenhang mit dem Lymphgefäßsysteme
Person:
Schweigger-Seidel, Franz Johann Dogiel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit1340/8/
254] über dir Peritonealhöhle hei Fröschen etc.' 75 
Wimperzellen von dem Kranze von Zellenkernen umgeben waren, 
welchen wir als eigenthümliohe Einfassung der Öffnungen in 
der untersuchten Membran erkannt hallen. Indess entging es 
unserer Beobachtung, in welcher Weise sich die Flimmerzellen 
mit den Übrigen Gewebsbestandlheilen in Verbindung setzen. 
Man könnte nun allerdings immernoch annehmen, dass 
der Verschluss kein ganz vollkommener, aber trotzdem bleibt 
es unzweifelhaft, dass die Wimperbewegung dein Eintritt in 
die Öffnungen hinderlich ist, da es sich unter dem Mikroskope 
direct beobachten lässt, wie in der Flüssigkeit schwimmende 
kleine Theilchen von den Löchern weggeslossen werden. Unter 
diesen Umstünden hat das Vorhandensein von Öffnungen in der 
Membran bei einer solchen Anordnung der Flimmerzcllen nur 
Sinn, wenn die Existenz der Letzteren eine vorübergehende 
ist. Berücksichtigen wir, dass sich die Wimperzellcn nur beim 
geschlechtsreifen Weibchen finden, dass sie, soweit unsere 
jetzigen Beobachtungen reichen, nur Vorkommen in dem Raume 
zwischen den Eileitern und der hinteren Bauchwand, sowie 
dass die Richtung der Flimmern eine aufwärts nach dem offenen 
Ende des Eileiters zu gehende ist, so darf man wohl der Ver- 
mulhung Raum geben, dass die Flimmerung zur Fortbewegung 
der Eier in Beziehung steht, obgleich nicht zu leugnen, dass 
auch gegen diese Annahme Zweifel gerechtfertigt erscheinen. 
Wir haben bisher nur von Fröschen gehandelt, da wir 
jedoch die Öffnungen im Peritoneum auch bei Eidechsen und 
Blindschleichen nachwcisen konnten, so ist anzunehmen, 
dass dieselben sich bei allen denjenigen Thieren, welchen eine 
gleiche Anordnung des Lymphsystems zukommt, ohne Mühe 
auffinden lassen werden.
        

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