Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental Psychology: A Manual of Laboratory Practice, Vol. II: Quantitative Experiments, part 2: Instructor's Manual
Person:
Titchener, Edward B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit11940/96/
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Introduction 
ich meine derjenigen, die in dem Verhältniss des physischen 
R zum seelischen Vermögen den Grund für den durch das 
Gesetz bezeichneten Sachverhalt sucht, einstweilen den Vor¬ 
zug geben zu müssen.” Lipps has now withdrawn this opinion. 
“ Das Webersche Gesetz,” he writes in 1902, “ soweit es ein 
Gesetz ist, ist ein rein psychologisches "Gesetz, nämlich ein 
Spezialfall des allgemeinen psychologischen Relativitätsgesetzes 
der psychischen Quantität.” 1— G. E. Müller, it is true, looked 
upon Wundt’s Beziehungsgesetz, in the formulation of 1874, as 
“ nicht eine neue Deutung des Weberschen Gesetzes, sondern nur 
eine Verallgemeinerung der Fechnerschen Auffassung” (G., 375, 
note). Wundt had written as follows: “Nach seiner psycho¬ 
logischen Bedeutung können wir [das psychophysische Gesetz] 
ein allgemeines Gesetz der Beziehung nennen. Denn es drückt 
aus, dass unsere Empfindung kein absolutes, sondern nur ein 
relatives Mass der äusseren Eindrücke gibt. Reizstärken, 
Tonhöhen und Lichtqualitäten empfinden wir im allgemeinen nur 
nach ihrer wechselseitigen Beziehung, nicht nach irgend einer 
unveränderlich festgestellten Einheit, die mit dem Eindruck oder 
vor demselben gegeben wäre” (P. P., 421; cf. 315, top). The 
exposition which concludes with this passage is, without doubt, 
equivocal ;2 and Wundt’s sympathies were at the time very 
largely with Fechner. But his later statements leave no ques¬ 
tion as to its real meaning. 
At the risk of repetition, it seems worth while to give in this 
place the chief arguments urged against Fechner’s standpoint. 
1 Sitzungsber. d. philos.-philol. u. d. hist. Cl. d. k. bayer. Akad. d. Wiss., 1902, 
Heft i, 46 f. Cf. ibid., 1899, Heft 3, 400. It must be remembered that Lipps’ 
‘ psychological interpretation ’ is couched in terms of his doctrine of ‘ psychische 
Vorgänge and may easily be construed back into a psychophysical interpreta¬ 
tion. This Lipps himself admits. “ Dies hindert nicht, dass es ein psychophysis¬ 
ches, oder genauer gesagt, psychophysiologisches Gesetz ist für denjenigen, der 
weiss, dass die psychischen Erregungen oder Vorgänge schlechterdings nichts 
sind als mechanisch'', also ganz und gar nach mechanischen Gesetzen begreifliche 
Gehirnprozesse. Dirse Wissenden nun wissen mehr als—man weiss ” . (iqoz 
cf. 1899, 381). 
2 Fechner, viewing things through psychophysical spectacles-, discusses Vv undt’s 
law “ wesentlich nur als eine eigenthümliche Modification der physiologischen An¬ 
sicht ” (R., 264). Cf. Jodi, Psych., 235 ; Dittenberger, Philos. Monatshefte, ii., 
1896, 97.
        

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