Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Neue Versuche (Hantelversuche) über die Wirkung orchitischen Extractes
Person:
Zoth, Oskar
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit11780/71/
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Die Methoden der Projection; 
am verticalen Spalte von D gegen G oder umgekehrt 
vorübergeführt, wobei in stetigem Uebergange die Reihe 
der Spectralerscheinungen von dünnen bis zu dicken 
Schichten zu beobachten ist. Die Abstufung hat man 
durch Wahl der Concentration in der Hand. 
Die eigentlich charakteristischen Absorptionsspectren 
von Farbstofflösungen; wie sie Professor R o 11 e 11 zu¬ 
erst für das Hämoglobin*) abgebildet hat, lassen sich 
leicht mittelst eines Absorptionsgefässes nach Art der 
Fig. 17 zur objectiven Darstellung bringen. In dem pa- 
rallelopipedischen Glastroge AB ist durch die schräg 
eingekittete Glasplatte G D ein verticaler keilförmiger 
Raum A hergestellt, in den die Farbstofflösung eingefüllt 
wird. 
In den Raum B wird wiederum zur Compensation 
der prismatischen Ablenkung und Farbenzerstreuung dieses 
Keiles das reine Lösungsmittel (meist Wasser) eingefüllt 
und das Gefäss wird so vor den verticalen Spalt 8p 
(Fig. 15) gestellt, dass die austretenden Lichtstrahlen 
oben die dicke, unten die ganz dünne Farbstoffschichte 
passiren. Auf diese Art erhält man die verschieden dicken 
Schichten entsprechenden Spectralerscheinungen im pro- 
jicirten Bilde übereinander und gleichzeitig. 
Sehr concentrirte Farbstofflösungen, die sich nicht 
gut verdünnen lassen (Reducirtes Hämatin, Furfurol- 
reaction u. A.), werden in ganz spitz unter Winkeln von 
etwa 3° zulaufende keilförmige Tröge mit verticaler 
Schneide eingefüllt und die passenden Stellen markirt. 
*) A. Rollett, »Blut und Blutbewegung« in Hermann’s Handbuch 
d. Physiol. Bd. IV, 1, S. 48 und 57.
        

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