Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Hämodynamik, Erste Abhandlung: Zur Technik der Untersuchung des Blutdruckes
Person:
Hürthle, Karl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit11435/4/
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Karl Hürthle: 
Quecksilbermanometers, Figur 4 mittelst eines Marey’sehen mano¬ 
mètre métallique inscripteur und Figur 5 mittelst eines Marey- 
scben Sphygmoscope:) von der rechten Carotis des gleichen Thie- 
res kurz nach einander gewonnen ; die Abscisse der Figur 4 dürfte 
etwa 120, die der Figur 5 20 mm unterhalb des tiefsten Punktes 
der Curven zu liegen kommen. 
Vergleicht man die von diesen Manometern gegebenen Dar¬ 
stellungen der arteriellen Druckschwankungen mit denen des Feder- 
und Gummimanometers, so muss man den beiden letzteren doch 
eine gewisse Uebereinstimmung zuschreiben; diese bezieht sich 
einmal auf die Darstellung des Betrages der pulsatorischen Schwan¬ 
kung im Verhältniss zum Gesammtdrucke, der von den ersteren 
weit kleiner angegeben wird; ferner wird die Zeit des systolischen 
Ansteigens des Pulses vom Feder- und Gummimanometer kleiner 
angegeben, als von den übrigen. 
In dieser Beziehung hat sich bereits Fick über die Darstel¬ 
lung der pulsatorischen Druckschwankung durch das Feder- und 
Quecksilbermanometer folgendermaassen geäussert1 2): 
„Dies Bild (Figur 6, abgebildet aus Fick, 1. c.) unterscheidet 
sich nun sehr wesentlich von dem, welches man sich nach den 
graphischen Darstellungen desselben Vorganges mit dem Queck¬ 
silbermanometer zu machen hätte. Wenn man diese Darstellungen 
ansieht es finden sich solche in zahlreichen Abhandlungen vieler 
Forscher aut dem Gebiete der Gefässinnervation —, so sollte man 
meinen, dass die durch das Herz bewirkte Druckschwankung in 
der Kaninchencarotis nur einen sehr kleinen Bruchtheil — sagen 
wir etwa V20 V40 — des mittleren Druckes beträgt. In solchen 
Curven erscheint oft der Betrag der durch die Athembewegungen 
erzeugten Blutdruckschwankungen bedeutender als die durch den 
Herzschlag bewirkten, so dass die Druckminima der Exspirations- 
phase über den Druckmaximis der Inspirationsphase liegen. 
Die neue manometrische Vorrichtung gibt ein ganz anderes 
Bild von dem Betrage der durch die Herzsystole im System der 
Arterienstämme hervorgebrachten Drucksteigerung — und, wie ich 
1) s. Marey, la circulation du sang 4 l’état physiologique et dans les 
maladies. Paris 1881, pg. 179 u. d. f. 
2) s. Fick, Ueber eine Verbesserung etc. S. 94,
        

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