Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die psychologischen Grundlagen der Vergleichung gehobener Gewichte
Person:
Müller, G. E. Fr. Schumann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit10913/1/
Ueber die psychologischen Grundlagen der 
Vergleichung gehobener Gewichte. 
Von 
l'rof. Dr. G. K. Müller und Dr. Fr. Schumann. 
Hat man eine längere Versuchsreihe mit verhältnissmässig 
schweren gehobenen Gewichten ausgefllhrt, etwa nachdem Fech- 
ner’sehen Verfahren, und geht dann zu leichteren Gewichten über, 
so erscheinen letztere, wie schon Fechner (Her. d. säehs. Ges. 
d. W. I860, S. 76) gefunden hat. auffallend leicht. Werden bei 
den Versuchen die Gewichte ruckweise gehoben, so fliegen in 
Folge der vorherigen Hebungen schwerer Gewichte die später 
gehobenen leichten so schnell in die Höhe, dass die Versuchs¬ 
person zuerst ganz überrascht ist und kein Urtheil über das Ver- 
hältniss zweier kurz hinter einander gehobener Gewichte hat. 
Diese Krscheinnng tritt selbst dann noch deutlich auf, wenn die 
Versuche mit den leichten Gewichten volle 24 Stunden später an¬ 
gestellt werden als die Versuche mit den schweren Gewichten. 
Offenbar waren also hier die Impulse zum Heben der schweren 
Gewichte so eingeübt, dass sie zunächst auch beim Heben der 
leichten von selbst eintraten. 
Diese Einstellung der Impulse zeigt sich ferner auch, wenn 
man ein leichtes Gewicht A und ein schweres B öfter rasch hinter 
einander ruckweise hebt. Auch hier wird ein dem A gleiches 
Gewicht C, welches plötzlich an die Stelle von B gesetzt wird, 
mit dem gewohnten, für B nothwendigen Impulse gehoben und 
erscheint in Folge dessen im Allgemeinen bedeutend leichter als A. 
§ 1. Das Versuchsverfahren. 
Bevor wir die Wirksamkeit dieser Einstellung an der Hand 
der Versuche näher dartliun, gehen wir zunächst kurz auf das
        

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