Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein neuer Fallapparat zur Kontrolle des Chronoskops
Person:
Ebbinghaus, Hermann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit10291/14/
Ein neuer Fallapparat zur Kontrolle des Chronoskops. 
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der Kombination Oeffnung-Schlufs bei dem Chronoskop ver¬ 
wenden zu können, habe ich an dem Apparat noch eine weitere 
kleine Einrichtung angebracht, die dies gestattet Der mehr¬ 
erwähnte Abzugshebel der Kugelzange wurde, gleich den hinter 
ihm befindlichen Platinblechen, von den übrigen Theilen des 
Apparats isolirt, so dafs er ebenso wie jene noch zur Herstellung 
eines Stromschlusses Verwendung finden kann. Werden die 
Leitungen dann so hergestellt, wie Figur 4 schematisch angiebt, 
so geht der Strom zunächst nach Einbringen der Kugel zwischen 
die sie haltenden Arme durch 
diese und den Elektromagneten 
(Em) des Chronoskops. Dieser 
Weg wird durch das Fortziehen 
des Abzugs von der Kugelzange 
und deren Auseinanderspringen 
unterbrochen. Unmittelbar da¬ 
rauf aber wird der weiter bewegt© 
Abzug gegen das vordere Platin¬ 
blech gedrückt und damit eine 
durch den hinteren Kontakt des 
Fallbrettes führende und das 
Chronoskop umgehende Strom- 
bahn geschlossen. Wieder einen 
Moment später wird durch Berührung auch des hinteren Platin¬ 
blechs eine Zweigleitung zu diesem Stromwege hergestellt, di© 
den Elektromagneten des Chronoskops umkreist. Sie bleibt aber 
wegen des in ihr bestehenden gröfseren Widerstandes solang© 
unwirksam, bis durch das Aufschlagen der Kugel der hintere 
Kontakt des Fallbretts geöffnet und damit dem Strom kein 
anderer Weg mehr als durch das Chronoskop hindurch gelassen 
wird. Auf diese Weise wird also genau in den Momenten der 
beiden Stromunterbrechungen des Fallapparats ein den Elektro¬ 
magneten des Chronoskops umkreisender Strom erst geöffnet 
und dann wieder geschlossen.1 
1 Der Fallapparat ist von dem hiesigen Mechaniker F. Tiessen, 
Jächmiedebrücke 32, angefertigt worden. 
Zeitschrift für Psychologie 80. 
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