Bauhaus-Universität Weimar

Über erklärende und beschreibende Psychologie. 
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die Schuld beimessen, das allerdings Ursache des Schadens 
ward, und etwa die Ausbildung von Anschauungen und Theorien, 
die vielleicht einmal mifsbraucht werden können, lieber zu 
unterlassen empfehlen? Steht denn nicht ein anderes und 
würdigeres Mittel der Abhülfe zur Verfügung? Man fahre auf 
dem eingeschlagenen Wege doch nur fort, bereichere und ver¬ 
vollkommne das Wissen durch seine Erweiterung und Ver¬ 
tiefung, und Irrtümer und Mifsbräuche schwinden von selbst. 
Etwas anderes wird sich wohl auch den Geisteswissen¬ 
schaften nicht empfehlen lassen, sofern sie Beziehungen zur 
Psychologie haben. Nicht jeder von ihren Vertretern braucht, 
nach der besonderen Sichtung seines Thuns innerhalb eines 
umfassenderen Gebietes, jener nahe zu treten. Aber wer es 
zu thun Veranlassung hat, thue es ganz und voll und un¬ 
bekümmert um die Schlagworte von Interessenkämpfen. Dann 
ist nicht zu besorgen, dafs er von so einfachen Dingen, wie dem 
psychologischen Determinismus, nachteilige Wirkungen verspüre, 
noch auch, dafs ihm die Theorie des psychophysischen Paral¬ 
lelismus zu einer „Gefahr“ werde.
        

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