Bauhaus-Universität Weimar

Klatovy  Klaufen (in Tirol)  389 
gebildeten). Zu deii K. G. gehören: die Konglome- slaUeudriise, s. Klaue.   
rate, Breccien, Tasse, die Sandsteine, Grauwacken, Klanensett, s. Knochen und Schmiermittel. 
Thonschiefer, auch Thon, Lehm, Los; u. s. w.  Klauenhand, eigentümliche pathol. Stellung 
Klatövy, czech. Name von Klattau (s.  der Hand, bei- welcher die Finger krallenf"ormig ge- 
Klatst"hmohn, Pflanzenart, s. Pan-wer. krümmt erscheinen; dieselbe beruht auf einer Läh- 
Klats uelke, s. sit(-me. mung der Zwischenknochenmuskeln der Hand. 
K!-its rufe, s. Papaver. Klaueukuppelung,1. Kuppelu1ig. 
Klats tauben, s. Tümmlertaiiben. Klaueuöl, ein fettes Ol, das aus den Klauen 
Klattan. I) Bezirksl1auptinannschaft in Böl)- der Rinder gewonnen wird. Da es unter dem Ge- 
-men, hat 823,9 qkm und (1900) U 767 meist czech. frierpunkt flüssig bleibt nnd nicht leicht ranzig wird, 
kath. E. in 113 Gemeinden mit 238 Ortschaften und läßt es siih vorteilhaft zumOlen von Masihinenteile1i 
umfaßt die Gerichtsbezirke K., Neuem und Planih. benutzen, die der Kälte ausgesetzt sind, Z. B. zum 
 2) K., czech. Klat0vx, königl. Stadt und Sitz der Oleu von Uhi"cädern in Kirchtürmen. 
Bezirkshauptmannschaft sowie eines Bezirksgerichts Klauenskhuh, s. Klane. 
(415,o4 qk1n, 42 703 meist czech.  in der Nähe des Klaueuseurhe, f. Maul- und Klauenseuche. 
Angelflusses, am Klattaner Gebirge (s.Böhmer Klaueuträger (0nychophora), eine merkwür- 
Wald)undandenLinienPilsen-Eisensteiii11ndHoraz- dige Ordnung der Tausendfüfzer (s.  früher zu 
diowixz-Taus der Ostern Staats-bahnen, hat (1890) den Ringelwürmern gerechnet und in verschiedener 
als Gemeinde 12793 meist czech. E., in Garnison Hinsicht einen Übergang von den Gliedertieren zu 
2Eskadrons des 13. böhm. Dragonerregiments, eine diesen bildend. Der Körper besteht außerdem mit 
ot. Dekanaltirche (11. und 13. Jahrh.), ehemalige 2 Fühlern versehenen Kopf aus 14-40 fein quer- 
3esuitenkirche mit herrlichen F-reskogemälden, alter- geringelten Leibesringen, von denen jeder ein Paar 
tümliches Rathaus mit dem ccschwarzen Turme)) stummelsörmige, mit zwei Klauen endigende Beine 
und 5550 kg schwerer Glocke, ein czech. Staats- trägt. Die bi"1fchelformigen Tracheen münden in 
Real- und Obergr)mnasium, Knaben- und Mädchen- über die ganze Körperoberfläche verteilten feinen 
bürgerschule, Ackerbauschule; Maschinenfabrik und Poren. Die K. leben in den tropischen und sub- 
Giefzerei,Cichorien-,  und Flasch enkapsel- tropischen Ländern der Alten und Neuen Welt unter 
fabrikation, Wäschefabriken, Bettfederreinigungs- Steinen, in faulendem Holz u. s. w. Sie gebären 
aiiftalten, Brauereien. lebeiidige Junge. Am bekanntesten ist der kapis eh e 
Klan, im Seewesen, s. Gaffel. K. (Peripaius capensis Gen, f. Tafel: Spinnen- 
Klaubarbeit, Klauben, die durch Handarbeit tiere und Tausendfüßer ll, Fig. 14). 
vorgenommene Trennung des haltigen vom taiiben Klaus, Bruder K., s. Flüe, Nikolaus von der. 
Gestein, s. Aufbereitung der Erze. Klaus But, der Held eines lat. Buches von 
Klaus-aiif,, s. Knecht Ruprecht. M. Bade (1523), nach dem um 1600 ein nieder- 
Klaue, bei -den Wiederkäuern der hornige Teil deuts(hes Fastnachtfpiel gedichtet wurde.  Vgl. 
des Fußes. Die K. wird von den allein in voller A.F?reybe, Der Bauer Claus (Gütersl.1879). 
Entwicklung bleibenden dritten und vierten Zehen laut8damm, s. Holztransportwesen. 
gebildet, deren letzte Phalange1i von einer Kapsel Klause (mittellat. c1usa), enger abgeschlossener 
der hier verhornten Oberhaut, dem Klauenfchuh, Raum, Klosterzelle, Einüedelei. K. im Gebirge, 
überzogen sind. An der unter demselben gelegenen, s. Einsattelung; K. im Was s erbau, s. Wehr. 
von gefä"reicher Lederhaut (dem ((Leben-)) über- Klause! (lat. clausula, ursprünglich soviel wie 
zoge1ien Z3halange unterscheidet man J-leischkrone, -Schluß, Schlus3worte, Si-hlußformel, in der später-n, 
Fleischwand und Fleischsohle. An dem HornschuZ 1urist.Bedeutung soviel wie Vorbehalt, Bedingung), 
selbst, der vom c(Le eng her in dem Maße, wie er si eine einzelne Bestimmung eines Vertrags oder an- 
abbraucht, durch vorgesihobene verhornende Zellen dern Rechtsgefchäfts, nainentlich eine solche, welche 
ersetzt wird, unterscheidet man eine freie, nach außen bei ähnlichen Rechts efchästen häufi wiederkehrt 
gerichtete gewjIlbte und mehr schräg zum Erdboden und deshalb einen gFeichbleibenden Sinn erlangt, 
stehende, der vierten Endphalange entsprechende und wie die Kassatorisihe Klause! (s.  die Kodicillar- 
eine nach innen gerichtete, mehr eingebogene, senk- klausel (s. Kodicill). 
red7tstehende,derdritten Endphalange.entsprechende Jn der Musik hat K. entweder die Bedeutung 
Hälfte. Jede ZeheAund ihr Schuh biegt  nach von Kadenz (s. d.) oder die eines selbständi en, ab- 
innen, nachdem Spalt zu, und zwar die innere sihließendenTeils in Tänzen, Märschen und Liedern. 
stärker als die äußere, Bei manchen-Wiederkäuern Klausen, Stadt in der österr-. Bezirkshauf)t- 
liegt zwischen den beiden Klauen eine nach oben mannfchaft Bozen in Tirol, am rechten Ufer der 
und außen mündende Drüse, die K.lauendrüf e. Eisack, in 516m Höhe, in einem militärisih wichtigen 
Die Afterklaiien sind rudime1itäre Teile der zweiten Engpas3 und an der Linie Franzensfefte-Bo3en-Ala 
und fünften Zehe, sie fehlen den Kamelen.  der Osterr.Südbahn (Brennerbahn), Sitz eines Be- 
Klaue, hakenförmiges Werkzeug oder Maschinen- zirksgericht-Z (265,31 qkm, 9466 deutsche kath. E.) 
teil, mit dem Zweck, andere Teile  einer Kappe- und einer Ber - und Hüttenverwaltun , überragt 
lung, f. d.) zu fassen oder zu verschieben.  über von der Burg 3Zranzoll und dem KloZer Säben 
K. als Holzverband f. Verknüpfung der Hölzer. (Römerkastetl Sabiona) auf einem Felsen (150 m)- 
Klaue, Pflanzengattung, s. Her-rcleum. hat  711 E. und ein Kapuzinerk oster (1699) 
Klauen esrl) as, der dem Hiifbeschlage  der mit Gemalt-en aus der Schule Murillos und von 
Pferde entsprechendeBeschlag derRinder. Er findet Benvenuto Cellini; dem Kloster ehörte JVUChW 
Anwendung bei Ochsen und Kühen, die häufig ge- Haspinger aii. Jn der Nähe am 2EfUNdeVsek Betst? 
pflasterte oder felsige Wege zu begehen haben. Der Bergbau auf silberhaltige-n Bleiglanz, ZMkblEUVe 
K. wird entweder so ausgeführt, daß beide Klauen und Knpferkies, bereits im 15. ,JOhVh- VIII, den 
auf einem Eisen ruhen, oder, was besser ist, so, daß Fugger von Augsburg betrieben, Ie3tStAAts,EIg,CU- 
jede Kleine ihr besonderes Eisen trägt. tum.  Das Kloster Säben, seit 1o85 Benediktine- 
Artikel, die man unter K vermißt, sind unter C auszusuk!lsU-
        

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