Bauhaus-Universität Weimar

Friedrich I. (König von Schweden)  Friedrich I. (Konig von Württemberg) 231 
gebotenen F. 1ll., der 1152 als F. 1. (f. Friedrich I., der Städte vermehrte Parlamentbeftiitigte. Im Jn- 
röin.-deuts eher Kaiser) zum deutschen Könige erwählt teress e des Landes begünftigte er das Auskommen der 
wurde. Dieser gab nun das Herzogtuin Schwaden Städte, mußte aber dann die Macht des Adels auf 
seinem Vetter, dem jungen Sohne des Königs Kon- Unkosten des von den Arabern übernommenen und 
rad 1II., F. IV., der von seinem Vater auch die frank. von Friedrich II. von Schwaden weiter ausgebildeten 
Güter des Hauses geerbt hatte. Alles zusammen fiel reinen Beamtentums steigern durch erbliche liber- 
aber 1167 an den Kaiser zurück, als die Seuche, die tragung der wichtigsten Ämter an einzelne Familien, 
desseiiHeer auf demFeldzuge gegenRom lichtete, auch um eine sichere Stüge im Lande gegen die Anjou 
den Herzog F. dahinraffte. Nun ftattete der Kaiser von Neapel zu haben. Erst die Ver-mählung Fried- 
seinen zweiten Sohn F. V. (geb.1168) und zwar,wie richs mit der Tochter Karls II. brachte 1302 die 
es scheint, gleich bei der Geburt, mit Schwaden aus. Anjou von Neapel zur Anerkennung der Aragonier 
Die selbständige Verwaltung des Landes- und der in Sicilien; doch dauerte der Gegensa-H fort und 
dortigen Hausgüter, die sich noch durch die Erwer- erhielt neue Nahrung durch König Heinrichs V"1I. 
bung der Erbgüter der Weisen vermehrten, wird Römerzug, welcher 1312 ein Schutz- und Truh- 
aber F. V. wohl erst bekommen, haben, als er auf bündnis mit F. schloß und seine Tochter Beatrice 
dein großen Psmgstsest-e zu Mainz 1184 zusammen mit dessen Sohn und Nachfolger Peter II. (gest. 
mit seinem Bruder Heinrich das Schwert erhalten 1342) vermählte. F. starb 25. Juni 1337.  Vgl. 
hatte. Er begleitete den Vater auf dein dritten F. Testa, De vjta et :-ebus ges-cis  regis Sici- 
Kreiizziige und führte nach dem Tode desselben den liae (Palermo 1775): Musuineci, Into1-no alle sta- 
Rest des deutschen Kreuzheers i"iberAntiochien gegen vorevoli espressioxij di Dante per F. ll1. re di 
Akka, wo er 20. Jan. 1191 das Opfer einer das sjci1j-I. (Eatania 1864); Starrabba im ((Archivio 
Lager verheerendenKrankheit wurde. Ei-bein Schwa- sie:-ice sjcjliano-i, Bd. 2 (1877). 
ben wurde nun durch Belehnung Heinrichs V1, sein Friedrich der Ernsthafte, Landgraf von 
jüugerer Bruder Philipp, und dieser behielt, wie die Thürin2gze.n, f. Friedrich der Ernsthafte, Mark- 
spätern ftausischen Könige auch, die Herzogswürde grZ zu eißen.  
bei, als er selbst 1198 zur Krone gelangte.  Vgl. riedrich d er, G eb iss ene , Landgraf in 
Ehr. F-r. von Stälin, Württemberg. Geschichte, Thüringen, s. Friedrich der Gebissene, Markgraf 
Bd. 1 u. 2 (Stuttg. 1841-47); P. F. Stälin, Ge- zu Meißen.   
sihiihte Württembergs, Bd. 1 (Gotha 1882). Friedrich der Friedf.ertige-, Landgraf von 
 Thüringen, geb. 1385, folgte seinem Pater Bal- 
La1idgraf von Hessen, Sohn des Landgrafen Karl g;afar 1406. Nach mehrjährigem Streit über,die 
und seiner Gemahlin Marie Amalie von Kurland, rbschast seines kin,derlos verstorbenen Oheims 
geb. 28. April (a. St.) 1676 zu Cassel, nahm an Wilhelm des Einäugigen von Meißen gegen Fried- 
der Spitze heff. Hilfstruppen an dem Spanischen rich den Streitbaren geriet er auch mit deii Söhnen 
Ei-bfolgekrieg teil und focht tapfer bei Höchstädt, desselben in dauernden Unfrieden..Da erkinderlos 
Oudenaarde und Malplaquet. Bald nach dem Ut- war, hatten dieselben Anspruch, ihn zu beerben, 
reCI)ter FriedensschluHe kam er nach Schweden, ver- und il er dieses Suceesüonsrecht, das die osterlän- 
Wäk!l,,kE sich 24. März 1715 mit Ulrika Eleonora, difchen Fürsten geschmälert zu sehen fürchteten, kam 
dST1U!Igern Schwester Karls Xl1., und folgte diesem es 1412 und 1420 zu harten Zerwürfnissen. -Auch 
aus dem Kriegszuge nach Norwegen, wo "arl1718 trat F. 1421 dem Bunde gegen die Hussiten bei. Er 
fiel. Jm folgenden Jahre ward Ulrika Eleonora starb 4. Mai 1440 zu Weißensee kinderlos. 
zur Königin gewählt, und als He 1720 der Krone Friedrich, Fürst zu Wald eck uiid Pyrmont, 
entsagte, ward F. 24. März zum König erkoren. geb. 20. Jan. 18(35 zii Arolsen, Sohn des Fürsten 
F. hegte nur für die Freuden der Liebe, des Fischeiis Georg Victor uiid -der Fürstin Helene, gebore-neu 
und der Jagd einiges Jnteresse. Seine Jndolenz Prinzessin von Nassau, studierte 1884-87 zu Göt- 
war so groß, daß er W; zuletzt, nur iim die Mühe ringen und Leipzig Jurisprudenz und war Leut- 
der Nainensunterfchrift zu ersparen, ein-en Namen- iiant im Z. Gar-de-Ul,anenregiment zu Potsdam, als 
itempel anfertigen ließ. Seine Gemahlin veriiacl)- er durch den Tod seiiies Vaters 12. Mai 1893 zur 
läfsigte er in rucksichtslosester Weise und verpflanzte Nachfolge berufen wurde. Er ist seit 9. Aug. 1895 
die.franz. Maitressenwirtsihaft auf schwed. Boden. niitPrinzefsinBathildis zuSchaiimbiirg-Lippe(geb. 
Seit 1730 auch Landgraf von Hessen, überließ er 21. Mai 1873) vermählt; dieser Ehe entstammen 
dessen Regierung ganz seinem Bruder Wilhelm. Er der Ei-bpri1izJos"ias(geb. 13. Mai 1896), Prinz Max 
starb 25. März (a. St.) 1751 zu Stockholm. (geb. 13. Sept. 1898) nnd Prinzefsiii Helene (geb. 
 Friedrich 1., König von Sicilien, f. Fried- :32.Dez.1899). 
rieb 1I., römifch-deutscher Kaiser. F-riet-rich1.,  Herzog, 
Friedrich 11., König von Sicilien (1296 18()3-6 Kurfürft, 1806-16 König von Würt- 
-1337), Haupt der in Sicilien bis zum Tode Fried- temb erg , geb.  Nov. 1754 zu Treptow in Hinter- 
richs llI. (1377) regierendeii Nebenlinie des Hauses pommerii, wo sein Vater, Herzog Friedrich Eugen 
Aragon. KönigJakobl., Sohn Peters111., welcheni von Württemberg, als -Oberst eines preus3. Dra- 
die Jnfel nachher Sicilianisahen Vesper die Krone gonerregiments in Garnifon stand, erhielt die erste 
übertrug, verzichtete, in Aragonien von Karl von Erziehung durch feiiie hochgebildete Mutter Sophie 
Valois edrängt, x294 aufSicilien,um deiiPapst zu Do-rothen, eine Tochter des Markgrafen von Bran- 
getoinnen, hegünftigte aber 1296 die Erhebung seines denburg-Schwebt und Nichte Friedrichs d. Gr. Jii 
jüngsten Bruders Friedrich zum König, welcher schon preuß. Dienst nahm er am Bayrischen Erbfolgekrieg 
1294 an die Spitze der Sicilianer in ihrem Kampf teil, stieg bis zum Generalmajor auf, trat aber dann 
gegenPapstBonifaciusV1lI.undKarlIl.vonAnjou in das russ. Heer über. Nachdem er im Dez. 1797 
getreten war. F. verlieh der Insel eine Verfassung, seinem Vater als Herzog von Württemberg gefolgt 
welche das schon unter den Normanneii entstandene war, bestätigte er die Verfassung des Landes und 
und von F'MVMh lI- von Schwaden iim die Kurie schloß üch der zweiten Koalition gegen Frankreich
        

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