Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kaiserliche Gemälde-Galerie in Wien
Person:
Löwy, Josef Engerth, Eduard von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4333831
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4335105
GUIDO 
DANIELLI 
DE 
RENNI, 
GENANNT 
GUIDO 
RENI. 
Geboren: Bologna, 4. November'l575; gestorben: daselbst, 18. August 1642. 
DIE TAUFE CHRISTI. 
ENN eines von den bekannten Bildern aus Reni's bester Zeit als geeignet befunden 
   werden soll, dem überschwenglichen Ruhm des seinerzeit so hochgefeierten Künstlers 
 auch in unserer Zeit seine Geltung zu bewahren, so muss in erster Reihe die Taufe 
Christi in der kaiserlichen Galerie genannt werden. Es ist ein Hauptwerk des Meisters; fein 
empfunden, fein gezeichnet und modellirt, und es zeigt auch eine glückliche Farbenwahl und 
kräftige Tongebung. Ebenso zeigt es uns die ganze Meisterschaft seiner leichten, sicheren und 
anmuthsvollen Technik. Es ist begreiflich, dass so viel Liebenswürdigkeit und Leichtigkeit nach 
den etwas schweren Kunstformen der Eklektiker das Publicum im Sturm für sich einzunehmen 
geeignet war und Reni nicht nur zum Haupte der bolognesischen Schule werden liess, sondern 
seinen Ruhm auch noch weit darüber hinaus tragen konnte. Wenn dieses Bild auch nicht voll- 
ständig frei ist von der Süsslichkeit, welche die Charaktere des Guido Reni  besonders bei 
Frauen und Engeln  im Allgemeinen kennzeichnet, so ist es doch ein ganz tüchtiges Werk voll 
Können und Wollen. 
Es war einst in der Sammlung des Herzogs von Buckingham. Der Katalog beschreibt es 
Seite 12, Nr, 2; iBy Guido Another large piece containing the baptism of our Saviour by St. John. 
There are five large figures in this picture 8 f. 6.  8 f. 0.x Das Mass ist breiter; aber 
unser Bild war es auch, es ist augenscheinlich an beiden Seiten abgeschnitten worden. Es ist 
nach seiner Erwerbung für den Kaiser im Jahre 1651 mit vielen anderen Bildern von Wien nach 
Prag gekommen als Ersatz für die von den Schweden 1648 fortgeführten Bilder. 172 3 ist es 
von dort nach Wien in die Stallburg gebracht worden, wo es Storffer für sein Galeriewerk copirte. 
Es ist gestochen worden: von  Steinmüller, hoch 14' 5 Cm, breit 1o'4 Cm. (S. v. Pergefs 
Galeriewerk).  Paul Gleditsch, hoch 63'4 Cm., breit 46'8 Cm. Ijoriginal se trouve ä la galerie 
I. et R. du Belvedere a Vienne.  Geschabtes Blatt von  Pichler, hoch 703, breit 50 Cm.  
Radirungen: Prenner, hoch 1o'1 Cm., breit 75 Cm.  W. Unger, hoch 12 Cm, breit 8-4 Cm, 
(k. k. Gemäldegalerie).
        

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