Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gefässsystem, Nervensystem und Sinnesorgane: Gefässlehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686983/9/
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Gefässlehre. 
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Fig. 1. Schematischer Frontaldurchschnitt des 
Herzens, nach Heule. 
A, rechter Vorhof. B, rechte Kammer. C, linker Vor- 
hof. D, linke Kammer. a, obere Hohlvene. b, untere 
Hohlvene. e, r. Atrio-veutrikularklappe. d. Pulmonalklappc. 
e, Lungenartexie. f, g, Lungenvenen. h, linke Atrio- 
ventrikularklappe. i, Aortenklappe. k, Körperarterie. 
welche reichliche Netze unter einander 
bilden; diese Zwischengefässe, welche als 
Verbindungsglied der beiden anderen Blut- 
gefässarten dienen, nennt man ihrer Fein- 
heit wegen die Haargefässe. 
l. Girculus sanguinis. Blutkreislauf. 
Auf die eben geschilderte Weise entsteht ein zusammenhängendes System 
von Blutgefässen, in welchem das Blut kreist, d. h. in welchem es von dem 
linken Herzen in den Körper, von diesem in das rechte Herz, vom rechten 
Herzen in die Lunge und von dieser wiederum in das linke Herz gelangt. 
Diesen Umlauf des Blutes nennt man Blutkreislauf oder auch Gesammt- 
kreislauf des Blutes. Die beiden Hauptabtheilungen dieses Umlaufes, bei 
welchem jedesmal das Blut von einer Herzahtheilung auf einem Umwege zur 
anderen Herzabtheilung gelangt, werden auch getrennt betrachtet. Man unter- 
scheidet den Verlauf des Blutes von der rechten Kammer durch die Lungen- 
schlagader zu den Lungen und von diesen zurück durch die Lungenblntadern 
zum linken Vorhofe als kleinen oder Lungenkreislauf (circulus sanglliis 
miuor) und bezeichnet den Lauf des Blutes aus der linken Kammer durch die 
Körperschlagader in den Körper und durch die Körperblutadern zurück in den 
rechten Vorhof als grossen oder Körperkreislauf (circulus sauguinis major} 
Nach der Beschalfenheit des Blutes, welches sich in den verschiedenen Ab" 
theilungen des Gefässsystemes findet, kann man die Trennung der einzelnen 
Abtheilungen auch in anderer Weise vornehmen. Man kann nämlich zwischeß 
Gefässen unterscheiden, welche hellrothes oder sogenanntes arterielles Blut 
fuhren und solchen, die dunkles, blaurothes oder sogenanntes venöses Blut 
enthalten. Die Geiässe, welche mit der linken Herzabthcilung verbunden 
sind, enthalten das erstere und die der rechten Herzabthcilung angehörigen 
Gefässe das letztere. Dieser Wechsel der Blutfarbe steht im Zusammen" 
bange mit den Veränderungen, welche das Blut beim Durchströmen durch 
die Verschiedenen Körperabtheilungen erfahrt. Indem das Blut durch die 
Lungen" hindurchströmt, kommt es innig mit der atmosphärischen Luft in Coütßlft 
und nimmt aus derselben Sauerstoff in sich auf, während es zugleich die m 
ihm enthaltene Kohlensäure an die Ausathmungsluft abgiebt; hierdurch erlangt 
es die hellrothe Fäiiiei Während es dann die,Gewebe durchströmt, gibt es 
an diese wieder Sauerstoff ab und erhält datiir von ihnen Kohlensäure, Wßdurch 
es wieder eine dunkle Farbe annimmt.  
Die bis jetzt betrachteten Getässe bilden ein in sich geschlossenes System- 
Die übrigen Gefässe für die Säftehewegung, die Ohylus- und Lymphgßfäiide 
stehen nur mit ihrem Ende mit den Blutgefässen in Verbindung; mit ihren An"
        

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