Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gefässsystem, Nervensystem und Sinnesorgane: Gefässlehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686983/58/
Herz. 
F 
wird durch eine nach rechts convexe Fig- 59- 
Furche in zwei Abtheilungen geschieden, ä 
von denen die rechte allmählich in die    
obere Hohlader ausläuft, während die     
linke den Zusammenfluss der Lungenvenen llfi   lilwyll 
darstellt. Die Untere Fläche vereinigt sich  
mit der Kammerabtheilung.  7  i 
Es. m gdlziliälalfällii: Iddiizliilnstlddd lau gros- 12 Tidijiä 511 n"  
ätzana für  Zurenfav: 2:22:23  1}  
Ü, 6 lirdlnae l dlenlidlnaleidd g]! atriun; sinistrunli. 8 ven-  , u-  d" 
tricdlns sinislter. 9, aorta. l10, vasa coronaria siiiistra. x35  
1_1, vasa. cordis posteriora et sulcus longitudinalis poste- lang;  5      
rlor. 12, vasa coüiissillnilräozßä; 0,1213 ulena magna cordis.    
1    .1. s. 
Die Kammerabtheilung ist co-  
nisch, abgeflacht, sehr derb und dick und 
mit festen Wendungen versehen; aus ihr treten die grossen, arteriellen Gefess- 
stämme hervor. Die zwei Längsfurchen, welche die Trennung der rechten und 
der linken Kammer vorn und hinten markiren, verlaufen in gerader Linie von der 
Basis aus zur rechten Seite der Spitze und vereinigen sich ein wenig nach rechts 
Von dieser mit einander, so dass diese allein von der Wand der linken Kammer 
gebildet wird. Die vordere Längsfurche liegt dem linken Rande, die hintere 
Längsfurclie dem rechten Rande näher. Auf diese Weise wird die vordere Fläche 
fast ausschliesslich durch die rechte, die hintere Fläche zum grösseren Theile 
durch die linke Kammer gebildet. In die Quer- und Längsfurchen sind die 
Stämmcheu der der Ernährung der Herzwand vorstehenden Arterien und Venen 
mit den Lymphstämmchen und Nerven eingelagert; sie sind gewöhnlich in Fett- 
Sßwebe eingehüllt. 
Das Herz besteht seinen Functionen entsprechend aus zwei vollständig von 
Einander geschiedenen seitlichen Hälften, von denen jede einen Vorhof und 
eille Kammer umfasst. Die rechte (vordere) Hälfte ist für die Aufnahme und 
Weiierbefdrderung des dunklen Körperblutes, die linke Hälfte für Aufnahme 
111111 Weiterbeförderung des hellrothen Lungenblutes bestimmt. Der verschiede- 
nen Ausdehnung beider Gefassbezirke und der damit zusammenhängenden Ver- 
sßhiedenheit der Kraft, welche nöthig ist, das Blut in diese Abtheilungen zu 
treiben, entspricht auch ein verschiedener Bau der Wendungen beider Abthei- 
lungen. Eine Anzahl von Eigenthümlichkeiten jedoch kommen beiden Abthei- 
hmgell in ähnlicher Weise zu. 
Beide Vorhöfe lassen sich in eine grössere, hintere Ahtheilung, atlium 
(siffu-S 1201008148, eigentlicher Vorhof), und in eine vordere, kleinere Abtheilung, 
31'191?! Wriis (appendix auricularis, Herzohr), trennen. Die Innenwände der 
HOTINJFe sind in ihrer grössten Ausdehnung glatt, während die Wendungen der 
deerzohren in dicht aneinander gelagerte Bälkchen ausgezogen sind, welche auf 
r rechten Seite bis in den Vorhof hinein reichen; dlßßß Plßlßßllbßlkßhen nennt 
man lllwlli pcclinati (Kammmuskeln). 
Die Kammern sind an dem grössten Theile ihrer inneren Oberfläche mit 
4a-
        

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