Bauhaus-Universität Weimar

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Gefässlehre. 
hierzu noch LymphgeFalsse aus der Gesässgegend und von dem unteren Theile 
des Rückens. 
b. Vase lymphatica penis.  Die Lymphgefässe des männlichen Glie- 
des scheiden sich in eine oberflächliche und eine tiefe Abtheilung. 
1) Vasa supcriicialia Penis.  Die oberflächlichen Lymphgefässe bilden 
meist drei Stämmchen, von denen zwei an den Seiten und eines auf dem 
Rücken des Gliedes verlaufen. Sie beginnen an der Vorhaut mit einem 
Geflechte, plexus lateralis frenuli, welches die Lymphgefässe der Eichel auf'- 
nimmt, verlaufen nach rückwärts, vereinigen sich am Rücken des Gliedes, 
theilen sich dann wieder und dringen nach beiden Seiten hin zu den Drü- 
sen an dem Pouparfschcn Bande.  
2) Vasa profunda penis.  Die tiefen Lymphgefässe dringen mit der 
Vena dorsalis penis unter dem Schambogen hindurch und gelangen in die 
Lymphdrüsen zur Seite der Beckengefässe. 
c. Vasa lymphatica scroli.  Die Lyrnphgefässe des Ilodensackes 
verlaufen an der Seite der Arteriae pudendae externae her zu den oberfläch- 
lichen Leistendriisen. 
d. Vasa lymphatica pudendis muliebris.  Die Lymphgefässe der äus- 
seren weiblichen Geschlechtstheile bilden an der Vagina und den 
Schamlippen Netze, aus welchen Stämmchen hervorgehen ,i die in der Fascia 
superficialis zu den Glandulae inguinales superliciales verlaufen. 
III. 
Vasa lymphatica et glandulae lymphaticae cavi pelvi-abdominalis. 
Lymphgefässe und Lymphdrüsen der Becken-Bauchhöhle. 
Diese Abtheilung des Lymphgefässsystemes zeigt von allen die verwickelt- 
sten Verhältnisse. In ihr Gebiet fällt die Vereinigung der Lymphgetässe der 
unteren Extremitäten; dann sammeln sich hier die Lymphgetiisse der Becken- 
organe zu zwei Hauptzügen, während die Chylus- und Lymphgefiisse des Darm- 
canales einen mittleren Zug bilden. Mit den seitlichen Zügen vereinigen sich 
die tiefen Gefässe der Becken- und Bauchwand; die Lymphgefässe des Magens 
und der Milz steuern dem mittleren Zuge zu und die Lymphgefässe der Leber 
bilden ein Mittelglied zwischen den Lymphgctässen der Bauchhöhle und den- 
jenigen der Brusthöhle. 
a. Plexus lympliaticns iliacus externus.  Das äussere Hüftgeflecht wird 
durch die Vasa efferentia der Leistendriisen, welche mit den Vasa iliaca. externe 
in die Bauchhöhle eindringen und sich hier mit einigen tiefen Lyrnphgefässell 
der Bauch- und Beckenwand vereinigen, sammt den in ihrem Verlauf einge- 
schalteten vier bis acht, manchmal bis zehn glaudulae iliacae externae gebildet- 
Diese Drüsen sind vom hinteren Schenkelringe an bis zur Arteria iliaca communiß 
zu beiden Seiten der Vasa iliaca externa. gelegen.  
b. Yasa lymphatica recti.  Die Lymphgefässe des Mastdarmes I16h' 
men zwei Schichten ein, von denen eine unter demßauchfelliiberznge, die andßTe 
unter der Schleimhaut liegt. Sie sind meist ziemlich stark entwickelt, trete" 
zum Theile unmittelbar, nachdem sie die Darmwand verlassen haben, in kleine; 
dieser anliegende Drüsen ein und verbinden sich dann mit den Lymphdrüsß"
        

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