Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Eingeweidelehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686126/322/
Milz. 
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Panagiotides u. Wagner, einige Beobachtungen über die Schilddrüse in Fr0riep's Notizen, 
Bd. 40.  Peremeschko, Bau der Schilddrüse, Zeitschrift f. wiss. Zoo]. Bd. XVII, 1867.  
Poincare, innervation de 1a glande thyroide, Robin journ. d'anat., 1875.  Rokitansky, 
Zeitschrift d. Wiener Aerzte, 1847; ders., zur Anatomie des Kropfes, DenkschriRen der Aka- 
demie zu Wien, 1849.  Schaffner, Histologie der Schilddrüse, Zeitschrift f. rat. Medicin, 
Bd. VII, 1849.  Simon, phil. transactions, 1844.  Versen, Schilddrüse, Strickerä Hand- 
buch.  Virchow, krankhafte Geschwülste, Bd. III, 1.  Wharton, adenographia.  
Zeiss, mikr. Unters. über d. Bau der Schilddrüse. Diss. Strassh, 1877 (während des Druckes 
erhalten).  
B. Lien. 
Milz. 
Die Milz (splen) ist ein weiches, äusserst geiässreiches undlleicht ausdehn- 
bares Organ von dunkelblauer oder purpurgrauer Farbe, welches in der Regie 
hypochondriaca sinistra, an dem Magengrunde zwischen diesem und dem Zwerch- 
felle, am Beginne von dessen hinterer Wölbung gelegen ist. Sie ist die grösste 
der nicht mit Ausführungsgängen, sondern nur mit Blutgefalssen in inniger Ver-' 
bindung stehenden Drüsen, welche zur Blutbildung in naher Beziehung steht  
und mit Wahrscheinlichkeit eine der Hauptbildungsstätten der Blutkörperchen ist. 
Die Gestalt der Milz wechselt der Weichheit des Organes halber ziemlich 
bedeutend; im Allgemeinen bildet sie einen Abschnitt eines flachen Ellipsoitles, 
das eine gewisse Aehnlichkeit mit der Grundform einer Kaffeebohne hat. Ihr 
längster Durchmesser ist nahezu vertical, ihre convexe, äussere, freie Oberfläche, 
nach links hinten und oben und ihre innere, concave, angeheftete Fläche nach ' 
rechts und vornen gekehrt. 
 Ihre äussere Fläche, superlicies externa (facies cmwexa, facies costalis), 
1813 glatt, vollständig vom Peritoneum überzogen und liegt dem Zwerchfelle in 
der Höhe der neunten, zehnten und eilften Rippe an. Die innere Fläche, 
Slpßrücies interna (facies concava, facies gastrica), ist durch eine dem Eintritte 
der Gefasse entsprechende senkrechte Einsenkung, hilus lienis (porta lienis, Milz- 
Pforte), in eine vordere und hintereIAbtheiIung geschieden, welche von den 
Rändern der Gefasseintritte aus gleichfalls von dem Bauchfelle umschlossen sind. 
Die vordere Abtheilung ist die breitere und liegt dem Magen dicht an; die 
hintere legt sich an den linken Lendenschenkel des Zwerehfelles und an die linke 
Nßbenniere, häufig auch an die Niere an. Beide Abschnitte sind öfters durch 
eine stumpfe Kante von einander geschieden, auf deren höchster Erhebung sich 
dann die Einsenkung der Milzpforte befindet. Bis zur mittleren Abtheilung der- 
Selben reicht die Canda pancreatis.  Der vordere Rand, margu autcrior 
(margo crenatus, m. cristatus, m. acutzts), ist dünner als der hinter e, margo 
Pvsterior (margo obtusus), und oft, namentlich gegen sein unteres Ende hin, leicht 
gefurcht, oder mit Einschnitten versehen. Das untere Ende, camla lienis, ist zu- 
gesPitZt und berührt die Flexura coli sinistra oder ruht auf dem Lig. pleuro- 
Tollwut auf; das obere Ende dagegen, caput lienis, ist meist abgestumpft und 
egt sich an die Zwerchfellwölbung an. Die Lage der Milzpforte entspricht genau 
de? Anheftung des Ligamentum gastro-lienale; in ihr treten, wie erwähnt, die 
Blutgßfalsse, Lymphgefasse und Nerven ein und aus. Die Verbindungen mit dem 
Ballßhfelle sind bereits (pag. 707) beschrieben; Ein kleines Stück des Organes 
hinter und unter dem Hilus ragt gewöhnlich in den Netzbeutel hinein und em- 
pfängt von diesem seinen Peritonealüberzug. 
111 Ausnahmefällen sind die Befestigungen der Milz an ihren Nachbarorganen äusserst
        

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