Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Eingeweidelehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686126/280/
 Kehlkopfgerüste.  727 
Auch der untere Rand ist gegen das Horn hin leicht ausgehöhlt, verläuft 
aber sonst ziemlich gestreckt. ln seiner mittleren Abtheilung ragt von ihm ein 
kleiner Höcker, processus marginalis (angulus marginis inferioris), nach abwärts 
und aussen. 
Die äussere abgeiiachte, aber etwas unebeneiOberfläche jedes Flügels 
ist mit einer wenig scharf hervortretenden schrägen Linie oder Leiste, linea obli- 
qlla (limbus angulosus), versehen, welche von einem am hinteren Theile des 
Oberen Randes gelegenen dreiseitigen Höcker, tuberculum carlilaginis thyreoideae, 
beginnt, nach abwärts und vorwärts zieht und in dem Processus_marginalis endigt. 
Sie Scheidet von den Seitendächen drei Viertheile nach vornen hin ab. An die- 
Scr Linie setzt sich von unten her der M. sterno-thyreoideus, von oben her der 
M. thyreo-hyoideus an, während die schmale hintere Fläche dem Constrictor 
Pharyngis inferior theilweise zum Ursprunge dient; auch ist an sie die Schild- 
dfüse durch lockeres Bindegewebe angeheftet. Häufig findet sich in der Nähe 
des Tuberculums eine kleine Oefihung, foramen lhyreoidenm, zum Dilrchtritte der 
Arterie, laryngea. superior. An den inneren Flächen sind die Flügel glatt 
llnd leicht concav. 
Fig- 549. Schildknorpel und Ringknorpel von der Seite. I]? Fig- 549- 
11 lamina cartilaginis thyreoideae. 2, cornu superius; an seiner Wurzel tuber- 
9mm!) cartilaginis thyreoideae. 3, cornu inferius; am unteren Rande processus 
ma-Yglualis. 4, angulus anterior et incisüra thyreoidea. ö, annulus cartilaginis   f" ,   
cricoideae. 6, lamiua cart. cricoidaae. qmm 4 
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Cartilago crwoldea (cartzlago annulams, cartzlago basz- "Qtlhxrlrlxljxxxlßilülmqjßhyiufyrril 
       m Q.  '12 n;  
lams, Rlngknorpel, Grundknorpel).  Dieser Knorpel bildet 4  lllrßllill-lild 
    ill gällillllü 
8111811 geschlossenen festen und dicken Ring, auf welchem   J 3 
der zwar grössere _a.ber schwächere Schildknorpel aufruht;  
z" grenzt nach unten an die Luftröhre an und ist somit das 
untere Schlussstiick des Kehlkopfes. Hinten, wo er zwischen die Platten des 
Sßhildknorpels hineinragt, ist er hoch und misst beim Manne etwa. 2,0_2,5 Cm.; 
nach Vernen hin jedoch vermindert sich seine Höhe bis auf O,6-O,7 Üm._ Diese 
Höhßllabnahme kommt durch den Verlauf des oberen Randes zu Stande, wel- 
cher nach hinten hin in eine convexe Erhebung übergeht und nach vornen unter 
dem Schildknerpel einen niederen Ring, arcus cartilagiuis cricoideae, bildet. Der 
"untere Rand verläuft nahezu horizontal und ist durch eine Membran an den 
Ersten Knorpelring der Luftröhre angeheftet. In der Nähe seines hinteren Endes 
esltzt er jederseits einen schwachen, nach abwärts. gerichteten Vorsprung, eli- 
lmlüü marginalis. Der hintere, stärker erhobene Theil des oberen Randes besitzt 
z! de? Mitte eine meist schwache Einkerbung und seitlich von ihr zwei convexe, 
vale: nach aussen und aufwärts gerichtete Gelenkilächen, superüßißs üflißlllarlls 
rylaßlßideae (superjficies articulares superiores), an welche sich die Giessbecken- 
eflifPel anlegen. Diesen hinteren, höheren Theil des Knorpels nennt man lanuua 
it lliglnis cricoideae (Ringknorpelplatte). Die äussere Fläche des Ringknorpels 
In eonvex und vornen und an den Seiten, wo sich verschiedene Muskeln an sie 
setzell, latt- h'    M'tt 11'  e' e verticale Leiste crisia 
meqim [g 1 lnten besitzt sie in der I1Ie ime. XII  d S eispßöhren- 
um (m91! emmens), an welche sich einige Langsfasein er P  
hlpculatllr anheften. An jeder Seite der Leiste liegt ein breiter Eindruck, fovea 
luaß cart. eric, welcher durch den M. crico-arytaenoideus posticus eingenommen 
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offmann, Anatomie. 2. Auß. I. 47 
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