Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Eingeweidelehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686126/269/
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Eingeweidelehre. 
Beim Weibe ist die Anordnung des m. iscliio-oavernosus clitoridis (m. erector 
clitoriolis) vollständig ähnlich derjenigen beim Manne; nur ist er, dem Organe 
angepasst, wesentlich kleiner. Er entspringt vor dem Tuber ossis ischii, umfasst 
das Corpus cavernosum clitoridis und setzt sich etwa. in der Mitte an dessen 
Fascie an. 
M. transversus perinei superiicialis (m. triangularis, m. transverso-analis, m. 
transversus perinei medius, oberflächlicher, querer Dammmuskel).  Ein mässig 
starker Muskel, welcher oberhalb des Ursprunges des M. ischio-cavernosus an 
dem Tuber ossis ischii entspringt und sich quer zu dem Centrum perinei. hin- 
wendet. Dort endet er meist, geht aber zugleich Verbindungen mit dem gleichen 
Muskel der anderen Seite, dem M. sphincter ani externus und dem M. bulbo- 
cavernosus ein, welche in den verschiedenen Blällen sehnverschieden ent- 
wickelt sind. 
M. iransversus perinei profuudus (tiefer querer Dammmuskel).  Der vordere 
Raum des Schambogens wird unterhalb und nach hinten von dem Lig. arcuatum 
-pelvis von einem derben, queren Faserzuge, ligamentluu transversum pelvis, einge- 
nommen, über welches hinweg beim Manne die Rückengefasse des Gliedes 
verlaufen. 
Unmittelbar nach hinten von diesem Bande verläuft ein querer Muskel, wel- 
cher mit einer zweiblättrigen Sehne, zwischen welcher die vorderen Abtheilungen 
der tiefen Schamgefässe verlaufen, in der Nähe des unteren Randes des Arcus 
pubis entspringt und hinter dem Bulbus urethrae her sich mit dem Muskel der 
anderen Seite verbindet. Er ist an seiner unteren Fläche von einem Fascien- 
blatte, faseia transversal perinei, bedeckt und innig mit diesem verklebt; in welches 
seine Sehne, nach hinten hin breiter werdend, übergeht. Die Fasern des Muskels 
schliesscn die Cowpefsehen Drüsen ein und umfassen beim Manne den membra- 
nösen Tllßll der Harnröhre, indem sie bogenförmig über und unter derselben 
wegziehen. Diese Abtheilung, welche auch beim Weibe den entsprechenden Theil 
der Harnröhre einschliesst, wird wohl auch gesondert als . constricitor istlulli 
urethrae (m. compressor urethme transversus) beschrieben. Der M. transversus 
perinei profundus grenzt nach oben an die untere Fläche der Capsula pelvi- 
prostatica und liegt somit zwischen zwei Fascienblättern. Das untere derselben 
wird in Verbindung mit dem Ligamentum transversum pelvis in der Regel alS 
ligamentum triaugulare urethrae beschrieben; diese Fascie trennt den M. trans- 
versus profundus mehr oder weniger vollständig von dem M. transversus perinei 
superiicialis. Fascie und Muskel zusammen bezeichnet man als diaphragma 111'0- 
genitale. 
Nach innen von idem so eben beschriebenen Muskel kommen häufig noch 
eirculäre Muskelfasern um die Urethra vor, welche nach oben und unten diß 
Grenze des Diaphragma überschreiten und nach oben hin mit den Circulärfasern 
der Prostata Zusammenhängen, iibrae circulares (Santorini), slfatum inlemum cir- 
culare (Müller). ' 
M. levator ani (diapkragma pelvis, Afterheber).  Er entspringt mit fleischi- 
gen Zacken von der hinteren Fläche der unteren Hälfte des Schambeines dicht 
bei der Symphyse und von hier aus nach rückwärts bis zur Spina. ossis ischii: 
indem die Ursprünge bis zum Hiatuslobturatorius etwas in die Höhe rücken und 
dann wieder allmählich herabsteigen, an der Seitenwand des Beckens mit 66h"
        

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