Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Eingeweidelehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686126/142/
Leber. 
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Leberpforte beginnen und sich nach allen Richtungen hin in der Substanz 'ver- i 
zweigen. Diese Lücken nennt man canales portalcs. Jede solche Lücke, selbst 
die kleinste, enthält, wie auf Längsschnitten zu sehen ist, je einen Ast der 
Pfortader, der Leberarterie und des Lebergallenganges (siehe Fig. 451), welche 
zusammen in das Gewebe der Capsula Glissonii eingehüllt sind. 
Die Pfortader theilt sich in Aeste, welche sich zwischen den Läppchen 
verzweigen und umhsie herum dnteri einander in Verbindung treten; man nennt 
sie daher vienaeyiinterlolllllares. Die Zweige treten von dem Umfange aus in die 
Leberläppehen ein und bilden iinxierhalb derselben ein gegen das Centrum zu- 
steuerndes Qgapillarnetz, aus welchem die Venae intralobulares hervorgehen. In 
den Canales portales n'ehmen die Aeste der Pfdrtarler kleine Zweige, venae vagi- 
hales, welche das Blut der Glissonischen Kapsel in sich sammeln und venae 
zulvehentes capsulares, welche das Blut der Leberumhüllung enthalten, auf. 
Die Leberarterie endigt in drei Arten von Verzweigungen, nämlich in 
Rami vaginales, capsulares und interlobulares.  Die rami vaginales verzweigen 
sich in den Canales portales, indem sie die Glissomsche Kapsel mit Blut ver- 
sorgen; die rami capsulares treten zur Leberoberfläche und verbreiten sich an dem 
Leberüberzuge, sie werden von den Venae advehentes vaginales auf ihrem Ver- 
laufe begleitet.  Die rami intcrlobulares begleiten die gleichnamigen Venen, 
Sind aber von viel kleinerem Durchmesser, wie diese. Die meisten Capillar- 
gßfidsse der Leberarterie gehen in Pfortaderverzweigungen über, doch wird auch 
behauptet, dass einzelne kleinere Aeste, rami lobarcs, in die Läppchen eindrängen 
und sich an dem Capillametze im Inneren der Leberläppchen betheiligten.  
Die Vertheihmg der Verzweigungen der Pfortarler und der Lebervene, wie sie oben be- 
schrieben worden ist, bewirkt das deekige Ansehen der Leber, welches man früher dadurch her- 
Vürgicbraeht wähnte, dass in jedem Läppehen zwei Substanzen, von denen die eine dunkler, die 
andere heller sei, vorhanden wären. Die hhrbe der Ilebersubstanz selbst ist blassgelb und wäre 
Vollständig gleichlnässig, wenn nicht der verschiedene Blutgehalt der Gefasse Aendcrungcn her- 
Vorbräiehte. So erscheinen, wenn die Lebervcxien gefüllt sind, die Centrcn der Läppchen dunkel 
und ihre Peripherie blass, wie es gewöhnlich nach dem Tode der Fall ist. In anderen Fällen, 
namentlich bei Ilerzadeetiunen, bildet sich eine stärkere Füllung der Lebervenen aus, so dass 
auch das Capillarxietz dunkel ist und nur die Räulne zwisehcm den Läppchen etwas blasser er- 
Scheinen. Bei starker Füllung des Pibrtadersystems, was seltener, namentlich aber bei Kindern 
VÜTkOInmt, ist die Peripherie der Läppchen dunkel und die Oentren sind blass. 
Die mit den Geiialssen eindringenden Bindegewebszüge sind innerhalb der 
Lebßrläppchen äusserst sparsam; sie folgen auch hier den Gefässen, Welche Sie 
Oft nur als_einzelne Fibrillen begleiten, und bilden hie und da kleine Brücken 
durch die Lücken des Capillametzes hindurch. Den Bindegewebsziigen, soweit  
sie die Capillargefasse begleiten, liegen sterntidrmige Zellen mit grossen Kernen 
im, deren Ausläufer den Capillargefässen folgen (Kupfer). Das Netz tritt bßl 
Behandlung von Leberschnitten mit caustischenAlkalien deutlich hQPVQT- 
Diäii-Äißkään.derCapillarnetze werden ytonkernhaltigen Zellen erfüllt, welche 
 bei Pinilachen Schnitten unter dem Mikroskops fast die ganze Masse der Läpp- 
 439g scheinen,   
 Die elileniihaben eine rundlich zusammeugediiiiiikiß oder Vieieckige 
Gestalt und einen mittleren Durchmesser von 13-25 M? doch kommen auch bei 
deiiiemi kleinere und viel grössere Zellenwor, namentlich bei Leber-n: Weiche 
iiaiiii tilßilweisem Zerfall der Substanz in Regenerßtion begriiiieii iiiiiii
        

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