Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Eingeweidelehre
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN679686126/102/
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Magen. 
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kann sich ein wenig freier bewegen. Die kleine Curvatur ist durch ihre Bauch- 
fellanhänge etwas stärker (an die Leber und das Zwerchfell) befestigt, während 
sich die grosse Curvatur ziemlich bedeutend verschieben kann; demgemäss er- 
hebt sich der Magen bei seiner Ausdehnung mit der grossen Curvatur etwas 
und rückt zugleich mehr nach vornen; die vordere Fläche richtet sich mehr 
nach oben, die hintere Fläche mehr nach unten. Die Gesammtbewegung ge- 
schieht um eine Linie, welche man von dem Hiatus oesophagus des Zwerchfelles  
an, der Leberanheftung des Omentiim minus entlang bis zur oberen Befestigungs- 
Stelle der Pars descendens diiodeni an der Wirbelsäule von links und oben nach 
rechts und unten, verfolgen kann. Oefters kommt eii auch vor, dass bei dieser 
Ausdehnung der Magen sich mit seinen beiden Krümmungen mehr senkrecht 
richtet: es bildet sich dann an dem Pylorusende meist eine stärkere Einbiegung, 
indem die linke Abtheilung der kleinen Curvatur fast senkrecht nach abwärts, 
der Pylorustheil derselben dann plötzlich fast senkrecht nach aufwärts steigt. 
DieMagenwand besteht aus vier Schichten. Von aussen nach innen unter- 
Sßheidet man den serösen Ueberzug, die Muskelhaut, die Unterschleimhautschichte 
und dieSchleimhaut; von vielen Anatomen {wird das submucöse Gewebe zu der 
Schleimhaut gerechnet. Im Allgemeinen ist die Wand des Magens in ausge- 
dehntem Zustande dünner als diejenige der Speiseröhre, aber dicker 'als diejenige 
der verschiedenen Abtbeilungen des Darnicanales; am dicksten ist isie an dem 
Piiörtnerende und am schwächsten am Magengrunde. 
Die tilllica serosa stammt von dem Bauchfelle und ist eine dünne, glatte, 
durchscheinende, elastische, mit Endothelzellen überkleidete Membran, welche 
(lfihgesammten Magen mit Ausnahme der beiden Curvaturen dicht überzieht; 
längs dieser beiden Curvaturen ist sie durchldie grösseren Magengefasse, sowie 
m Folge der Umschlagsweise des Bauchfelles etwas mehr von der zweiten 
Schichte abgedrängt.  
Die zweite Lage, tuiiica mllscllaris, ist aus drei Abtheilungen oder Schichten 
vgltßläßfqllurlluahelfasern- gebildet, welche der Richtung ihres Verlaufes nach als 
Längsschichte, Kreisschichte und schiefe Muskelschichte unterschieden werden. 
 Die äuss chichte wird durch die L ggggilljigthwelclie 
"l Iilrectem Zusammenhange mit denen er Speiserö re stehen. Sie breiten sich 
von der Cardia. radienartig aus, so jedoch, dass sie an den beiden Curvaturen, 
Iiamenilich an der kleinen, reichlicher vertreten sind  während sie an der vor- 
EFTCII und hinteren Fläche nur äusserst spärlich vorkommen. Gegen den Pförtner 
in Bind sie etwas dichter aneinander gelagert und bilden eine dickere, gleich- 
Sormigß Lüge, welches sich über den Pförtner hinaus erstreckt und in die Längs- 
saffrsßhichte des Zwölftingerdarmes übergeht. Wegen der Verschiedenheit der 
iafke dieser Lage an den verschiedenen Abtheilungen des Magens nehmen 
iänääe Anatomen an, dass die Längsfasern am Pförtner eine mehr selbstständige, 
A9 i mit den Längsfasern der Speiseröhre zusammenhängende Bildung wären. 
telilä: vlcvnterscheidet man in der Pylorusgegend an der vorderen und an der hin- 
fmii Je einen etwas stärker hervortretenden Langszug als liganieiita pylon. 
stä. 'Lr__le Zwejtr? Schichte besteht aus  welche eine voll- 
mi: agß Ilmule ganze Ausdehnung" des Magens herum, biiden- Sie fangen 
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dem Magfz; und sparsam aneinander gelegenen Ringen  dem lin en an e) oder 
gründe an, gehen in immer grossere Ringe uber, bis sie ie eiden
        

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