Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile, Bewegungsorgane und Eingeweide: Äussere Körperform, einfache Körperbestandtheile und Bewegungsorgane
Person:
Hoffmann, Carl Ernst Emil
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4563805
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4567415
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Muskellehre. 
lll. longissimus capitis. (m. complexus minor, m. transversalis capitis, m. 
trackelo-mastoideus, Nackenwarzenmuskel), ist die weitere, bis an den Kopf 
reichende-Verlängerung der Gruppe des M. longissimus. Er entspringt, innig mit 
dem vorigen verbunden, von den Querfortsätzen der drei oberen Brustwirbel 
und von der hinteren Fläche der Gelenkfortsätze der drei oder vier untersten 
Halswirbel. Seine iieischigen Fasern bilden einen dünnen Muskel, der zum hin- 
teren Rande des Processus mastoides aufsteigt, um sich an demselben anzuhef- 
ten. Er wird dabei von den Mm. splenius und sterno-eleido-mastoideus be- 
deckt, und zwar ist er der einzige Muskel, welcher zwischen den Mm. splenius 
und complexus liegt, und der einzige Theil des M. erector spinae, hinter 
welchem der M, splenius herzieht. 
M. spinalis dorsi, ein langer, schmaler Muskel an der Innenseite des M. longis- 
simus dorsi, dicht neben den Dornen der Brustwirbel, bildet für sich allein die 
innere Abtheilung des M. erector spinae, tritt aber mit einem Theile seiner 
Fasern in den M. longissimus dorsi ein. Er kommt oberhalb dem Ursprünge 
der Hauptmasse des M. erector spinae mit zahlreichen Sehnenbündeln von den 
Dornfortsätzen der zwei ersten Lenden- und der zwei letzten Brustwirbel und 
inserirt sich, nach Abgabe der Fasern für den M. longissimus in der Ausdehnung 
der neun oberen Brustwirbel an vier bis acht Dornfortsätzen. Er haftet dem 
M. semispinalis, über welchem er liegt, innig an; seine eigenen Muskelfasern 
sind sehr spärlich. 
M. spinalis cervicis (Dornmuskel des Nackens).  Dieser Muskel besteht 
ans nur wenigen Muskelbündeln, welche dicht neben dem Lig. nuchae herziehen. 
Sie entspringen mit mehreren Zacken von, den Dornen des fünften, sechsten und 
siebenten Halswirbels und setzen sich an die Dornen des zweiten, dritten und 
manchmal des vierten Halswirbels an. Manchmal findet sich ein Muskelzug, 
welcher von den oberen Dornen der Brustwirbelsäule über mehrere Wirbel hin- 
weg zu den unteren Dornen der Halswirbelsänle hinzieht. 
Unmittelbar an die bis jetzt betrachteten Streckmuskeln des Rückens schlies- 
sen sich die zahlreichen Milskelzüge an, welche dicht an die Wirbelsäule ange- 
drängt sind, sich unter dem gemeinschaftlichen Namen mllscllli transverso-spinalrs 
zusammenfassen lassen und von den eben beschriebenen Muskelgruppen von aussen 
her bedeckt werden. Sie haben das Gemeinschaftliche, dass ihre Muskelbündel am 
Rücken nach oben und innen ziehen, und unterscheiden sich von den Milskelrl 
der vorhergehenden Gruppen hierdurch wesentlich. Der (ibertiächlichste von ihnen, 
der M. complexus et biventer, welcher nicht immer dieser Gruppe hinzugerech- 
net Wird, hat die längsten und am meisten vertical verlaufenden Fasern, aber 
als Muskel ist er am kürzesten, da. er auf die oberste Brust- und Halsregion 
beschränkt ist. Der mehr in der 'l'iet'e gelegene M. semispinalis nimmt dell 
grössten Theil dieser beiden Regionen ein und der M. multifidus, nebst den 
Mm. rotatores, die tiefsten Schichten von Allen; sie erstrecken sich vom 
Kreuzbeine bis zum zweiten Halswirbel, haben aber die kürzesten fast quer 
verlaufenden Fasern. Je tiefer man daher kommt, um so kürzer sind die F3- 
sern, d. h. während die oberflächlichen Muskeln noch viele Wirbel überspringe": 
nimmt die Anzahl von Wirbeln, über welche die Muskeln hinweggeheu, beim 
Eindringen in die Tiefe fortwährend ab, und die Richtung der Fasern geht all- 
mählich aus einer mehr verticalen in eine mehr horizontale über.
        

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