Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tristan und Isolde
Person:
Gottfried <von Straßburg> Hertz, Wilhelm Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4386785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4392041
Den Segeln nnd den Winden. 
Wo mag ich mich nun Enden? 
Wo such ich mich? Wo ist mein Ort? 
Nun bin ich hier und bin auch dort 
Und bin doch weder dort noch hier. 
Wer war in sich verirrt gleich mir, 
So zwiegetheilt in Angst und Weh? 
Jch seh mich draußen auf der See 
Und ßeh7 doch wieder hier am Strand. 
Ich Zieh mit Tristan aus dem Land 
Und siZe hier in Markt- Haus. 
Es kämpfen einen harten Strauß 
Um meinetwillen Tod und Leben, 
Und zwischen Beiden muß.ich schweben. 
Jch ftiirbe gern, wär" mik"s bescheert; 
Doch witd"S von Tristan mir verwehrt, 
Ver in der Hand mein Leben hält. 
Doch kann ich auch auf dieser Welt 
Nicht leben rechten Lebens voll, 
Wenn ohne ihn ich leben soll. 
Er läßt mich hier und fährt dahin,  
Und ach, er weiß doch wohl: ich bin 
Ohne ihn im Herzen todt. 
Bei Gott, da- red" ich ohne Noth: 
Mein Herzeleid ist uns getnein; 
Ich duld" es wahrlich nicht allein. 
Soviel ich trage, trägt auch er 
Und traun, ich glaube, noch viel mehr. 
TM- Stoß auch mag mein Jammer sein, 
Viel größer noch iß seine Pein.
        

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