Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tristan und Isolde
Person:
Gottfried <von Straßburg> Hertz, Wilhelm Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4386785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4390960
Nun, Schöne, sprach er jammervoll, 
Nun thut, wie der Getreue soll, 
Und laßt mich Euch befohlen sein 
Und sie in ihrer Sorgen Pein, 
Vie süße sehnende Jsot: 
Denkt stets an unser Beide: Noth 
Und tröstet unser Beider Schmerzen! - 
Das ihn ich, Herr, von ganzem Herzen. 
Entcasset mich, nun muß ich fort. 
Ihr aber thut nach meinem Wort 
Und grämet Euch nicht allzu sehr. - 
Ei-halt- Euch Gott, erwidert er, 
In Schönheit und in Ehren!  
Sie dankt ihm unter Zähren 
Und schied mit triibem Angesicht. 
Der kranke Tristan säumte nichts 
Er schnitt und warf die Späne, 
Wiss ihn sein Rath BrangLine 
Gelehrt zur Lindrung seiner Noth. 
So kam er nnd sein Lieb Jsot 
Zum Brunnen in des Oel!-aus-ns Schatten, 
Wenn Zeit und Ort es mochi" ver-statten. 
Sie konnten"s heimlich wagen 
Wohl achtn1al in acht Tagen, 
Daß niemals sie ein Auge sah, 
Bis es in einer Nacht geschah, 
Da Tristan gieng, He zu erwarten, 
Daß seiner auf dein Weg zum Gatten 
Der Zwerg-ich weiß nicht, wo der wars- 
Des Teufels Spiikhund, ward gewahr.
        

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