Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tristan und Isolde
Person:
Gottfried <von Straßburg> Hertz, Wilhelm Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4386785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4389250
Zur Sühne bringen Groll und Leid. 
Ihr wißt, oft ist aus Haß und Streit 
Große Freundsd7aft schon erwadkt- 
Und seid Ihr nur darauf bedacht, 
So scha11et Ihr wohl noch den Tag, 
Daß Jrland Euer werden mag. 
Die Herrschaft steht nur mehr bei drein, 
Da außer diesem Töchterlein 
Die Eltern ohne Erben änd- 
Jsolde ist ihr einzig Kind. - 
Ver König sprach mit schlauen! Munde: 
Sie hat auch mir seit Tristan- Kunde 
Gedanken mancherlei gebracht, 
Ich habe Viel an sie gedacht; 
Ihr hohes Lob läßt mich nicht ruhn. 
Durch die Gedanken bin ich nun 
Vor den Andern allen 
So sehr auf sie verfallen: 
Wird nicht Jsot mein Weib, fürwahr, 
So bleib" ich einsam immerdar 
Und will nach keiner Andern streben: 
Ich sch1vör"S bei Gott und meinem Leben!  
Nicht darum that er diesen Eid, 
Weil er vor jeder andern Maid 
Begehrt' Jsoldens Minne: 
Er schwur mit listgem Sinne; 
Denn nie hätt" er im Ernst gedacht, 
Daß solches würde je vollbracht. 
Da sprach der Rath: Es wird gelingen, 
Könnt Ihr Herrn Tristan dazu bringen,
        

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