Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kaiser-Wilhelms-Universität Strassburg
Person:
Hausmann, Sebastian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046934
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4267151
I]. Abschnitt. 
(1881), seit Reuss' Abgang auch Budde (1889), für das neue Testament Holtz- 
mann (1874) und Cunitz (1872), Spitta (1887) thätig. In der Kirchengeschichte 
wirkten neben Ch. Schmidt (1872) und Lucius (1883) Zoepffel (1872), v. Schubert 
(1891) und Ficker (1892). Für die systematischen und praktischen Fächer ist das 
Verhältniss schwerer in der Kürze darzulegen. 
In der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät lag oder liegt z. B. das 
römische Recht in den Händen von Köppen (1872) und Wlassak (1895), von 
Bremer (1872) und Lenel (1885). Laband (1872) ist für deutsches Staatsrecht und 
iPrivatrecht, für Handelsrecht und Rechtsgeschichte ununterbrochen thätig. Den 
Civilprozess vertritt ebenfalls seit dem Beginn A. S. Schultze (1872), das Strafrecht 
und den Strafprozess Binding (1872), A. Nissen (1873), Merkel 1874, van Calker 
(1896). In der Nationalökonomie folgten sich Schmoller (1872), Brentano (1882), 
Sartorius von Waltershausen (1888); daneben Lexis (1872) und Knapp (1874). 
Besonders deutlich tritt der konservative Zug in den Fächern der medizinischen 
Fakultät hervor, wo Goltz (Physiologie), von Recklinghausen (pathologische 
Anatomie), Schmiedeberg (Pharmakologie), Laqueur (Augenheilkunde) seit 1872 
ihrem Amte treu geblieben sind. Hoppe-Seyler (1872) ward erst vor zwei Jahren 
seiner Thätigkeit durch den Tod entrissen, um durch zwei Nachfolger, Hofmeister 
für physiologische Chemie und Forster für Hygiene, ersetzt zu werden. Auch in 
den übrigen Hauptstellen sind meistens nur wenige Wechsel zu verzeichnen, in der 
Anatomie folgten einander Waldeyer (1872) und Schwalbe (1883), in der inneren 
Medizin Leyden (1872), Kussmaul (1876) und Naunyn (1887), in der Chirurgie 
Lücke (1872) und Madelung (1894), in der Gynäkologie Gusserow (1872) und 
Freund (1878), in der Psychiatrie von Krafft-Ebing (1872), Jolly (1873) und 
Fürstner (1891). 
Von den zahlreichen Fächern der philosophischen Fakultät sind die Archäologie 
und die orientalischen Sprachen seit 1872 in den Händen ihrer ursprünglichen 
Vertreter Michaelis und Nöldeke geblieben, Geographie und Musik werden 
ebenso seit 1875 von Gerland und Jacobsthal vertreten, und die Aegyptologie 
hat ihren Vertreter Dümichen (1872) erst vor drei Jahren durch den Tod verloren. 
Geringen Wechsel weisen auf die deutsche Philologie  Scherer (1872) und 
Martin (1877), die romanische  Böhmer (1872) und Grober (1880), die 
Sprachvergleichung  Windisch (1875) und Hübschmann (1877), die neuere 
Geschichte  Baumgarten (1872) und Varrentrapp (1890), die Philosophie  
Laas (1872) und Ziegler (1886), Liebmann (1872) und Windelband (1882). Nur 
wenig stärker ist der Wechsel in der englischen Philologie  ten Brink (1872), 
Brandl,(1892), Koppel (1896), in der mittelalterlichen Geschichte  Weizsäcker 
(1872), Scheffer-Boichhorst (1876), Bresslau (1890), in der alten Geschichte  
Köhler und Wilmanns (1872), Nissen (1878), Neumann (1884). Stärker war die 
Bewegung in der klassischen Philologie, wo sich ausser Heitz (1872-90) neben 
einander Studemund (1872), iReifferscheid (1885), Leo (1888), Kiessling (1889), 
Reitzenstein (1893) und Schöll (1875), Kaibel (1885) folgten, letzterer um eben 
jetzt Schwartz Platz zu machen. Am auffälligsten traten die Schwierigkeiten der
        

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