Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kaiser-Wilhelms-Universität Strassburg
Person:
Hausmann, Sebastian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046934
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4267881
Baugeschiclzle der UMiverszYäIszhsXzYzzIe.  99 
 
definitiven Projektes gegangen werden, das Ende April 1884 endgiltig genehmigt 
wurde. Im Juni des letzteren Jahres wurde dann mit dem Neubau selbst begonnen, 
der im Herbste 1886 bezogen werden konnte. 
XXIV. 
Für das pharmakologische Institut war in dem Eggerfschen Gesammtplane 
vom Herbst 1875 ein Neubau vorgesehen, nicht aber in der bereits erwähnten 
Denkschrift von 1877 betr. die Neubauten der Universität. Man nahm vielmehr an, 
dass in dem Gebäude der faculte de medecine nach Entfernung der beiden physio- 
logischen Institute die Räume für das pharmakologische zweckmässig für die Dauer 
eingerichtet werden könnten. Von dem Direktor des Instituts, Professor Schmiede- 
berg, wurde aber bestimmt erklärt, dass die dauernde Unterbringung des Instituts 
in diesem Gebäude unmöglich sei, und im November 1882 wurde von der 
medizinischen Fakultät die Herstellung eines neuen Gebäudes für das genannte 
Institut als dringend nothwendig bezeichnet. Auch der Kurator der Universität 
schloss sich dieser Ansicht des Institutsdirektors und der Fakultät an und ersuchte 
ersteren im Februar 1883 um Aufstellung des Bauprogramms. Der Bauplatz 
wurde an der südöstlichen stumpfen Ecke des neugewonnenen Terrains an der 
neuen Spitalwallstrasse bereit gestellt. Im Juni 1883 wurde Professor Warth in 
Karlsruhe, der Erbauer des Allgemeinen Kollegiengebäudes, mit der Projektirung 
und Leitung des Neubaues beauftragt. Im Januar 1884 war das Vorprojekt, im 
August des nämlichen Jahres das definitive Projekt genehmigt. Im Frühjahr 1885 
wurde mit dem Baue selbst begonnen, der im Sommer 1887 vollendet und im 
Herbste dieses Jahres bezogen wurde. 
Mit besonders grossen Schwierigkeiten war die Herstellung eines Neubaues 
für die Augenklinik verbunden. Das Bedürfniss eines solchen war von Anfang an 
nicht bezweifelt worden. Er war auch in der Denkschrift von 1877 vorgesehen. 
Nach den ersten Plänen wäre die Augenklinik in die Mitte des alten Spitalgebietes 
zwischen Frauenklinik und Wirthschaftsgebäude zu stehen gekommen. Später 
dachte man daran, sie auf dem neuen Baugebiete westlich von der Anatomie unter- 
zubringen. Der Anschluss der Frauenklinik an die übrigen medizinischen Institute 
liess sich aber absolut nicht mehr verschieben, so dass die Augenklinik vorläufig 
hinter einem dringenderen Bedürfnisse zurückstehen musste. Im Jahre 1881 konnten 
die ihr zugewiesenen Räume im Bürgerspital etwas erweitert werden. Aber diese 
Räumlichkeiten waren trotzdem noch, namentlich wegen der ungünstigen Beleuch- 
tung, ganz unzulänglich. Es wurde daher von der medizinischen Fakultät im 
Februar 1884 betont, dass ein längeres Fortbestehen der jetzigen Lage der Klinik 
eine Schädigung der Fakultätsinteressen bedeute. 
Trotzdem musste die Projektirung dieses Instituts vorläufig noch weiter ausge- 
setzt bleiben. Die Spitalverwaltung hatte sich im Juni 1879 bereit erklärt, einen 
Bauplatz für die Augenklinik im Komplexe des Bürgerspitals zur Verfügung zu
        

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