Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Architektur des hamburgischen Geschäftshauses
Person:
Bröcker, Paul Höger, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4217395
vor, ließ Zwis(henwände einfügen und wegnehmen. cin bekanntes und typisches 1zeispj9j 
ist der Dovenhof, der als erster ,,Hof" i885X86 erbaut wurde""). 
Anders in neuester Zeit.  Der ganz moderne lcontorhof läßt die lIfeiler in ganzer 
Länge vom Boden auf emporsteigen, durch nichttragendes Mauerwerk verbunden. l1he-zu 
erblickt man ein cosringen von der Tradition der Steinarchitektur, aber längst nicht übe;-zu 
ist man zu einer Ausbildung der neuen Sisenarchitektur gelangt, wie sie sich mit der icon- 
struktionswirkung von selber darbietet. Mindestens hat man nicht verstanden, sie für.den 
Ausdruck recl1t zu benutzen, und nur zu oft muß man die cinien des Stils unter der Der- 
deckung mit alten Formgedanken, die für uns leblos geworden sind, suchen. Den eindring- 
lichsten Begriff von dem neuen Stil, der sich unter unsern Händen ausbildet, es-hast man 
abends, wenn die Bogenlampen nicht mehr leuchten und die Dunkelheit die fremden III;-je 
unterdrückt und dafür das charakteristische 6roße hervorhebt. 
Scl1on im Dovenhof sieht man im 1"reppenhaus die freie Betondecke, durch die g;-OF, 
cichtöffnungen durch alle Stockwerke hindurchgehen. Aber vergeblich sucht man an des- 
Architektur des Hauses und im innern nach einem cingehen auf die neuen technischen 11ssg., 
lichkeiten mit Mitteln des Ausdrucks; alles Dekorative bezieht sich auf Dei-gangeqez, 
lm neuesten lcontorhof hängt die Betondecke zwischen den lIfeilern außen und innen 
und bildet so die Stockwerke. Das ganze Stockwerk ist eine freie Fläche, die sich nach ge; 
lieben aufteilen läßt. Die Scherwände können überall gezogen werden, und so kann hies- 
dem mannigfachen Raumbedürfnis, das bei jeder Firma anders ist, 6enüge gesci1eI1eg, W 
BodenfIäche wird quadratmeterweise vermietet. So allein findet jede Art des Betriebes vorn 
Des-treter über den cxporteur bis zum Spediteur, ihr Bedürfnis befriedigt. Don der g,s-essen 
Aufteilungsmoglichkeit der Fläche hängt eben noch mehr ab als die Möglichkeit, das Hang 
ergiebig zu vermieten, in Räumen jeder gewünschten 6röße, soweit gleichmäßig-rationelle Aus- 
nuhung, gerechte Derteilung der hellsten und minderhellen Stellen es zulassen. Der allem kommt 
der Dorteil für die 0rganisationsfähigkeit des einzelnen, namentlich des gr6I?eren 6eschäftez 
in Betracht. Die Organisation selber hat ihren Vorteil davon; erst heute, da der wändefs-ei 
Raum, die Zwischenpfeiler  die architektonisch als Derstärkung des Ausdrucks der Hm; je 
iIk2IISI' Wirken. ödes- Wie 111öI1 liebt, sehr praktischen Zwecken dienen  in den Fenst-. 
eine Abteilung selbst s:hmaler Streifen von weniger als drei Meter breit erlaubt kann di Hm 
triebstechnik sich ungehindert ausbilden; der bauliche Zustand des Hauses ist Zieht M h? ,e- 
ll)ege. Sonst mußte bei der 0rganisierung des 6eschäfts stets auf fremde Dinge  
vorhandenen Zwischenwände, Rücksicht genommen werden. Heute ist es möglich M le 
Aaumverteilung ein 6ewebe zu machen, sodaß planmäßig sich Abteilungen des -Be-tut; der 
ja, jede einzelne Arbeitsstelle, mit der Aaumverteilung decken daß beide wie ein Bad .-wes, 
Zusammenfassen. Sei es nun, daß man einen Zellenbau errichtet mit isolierten Arb 'tmwm 
sei es, daß man ein chefzimmer oder deren mehrere abtrennt fund daß man a1IMsFkf"e"" 
von dort aus geleitet, in einen einzigen, jede Minute übersehbas,-en Raum le t in IS NR 
von Platz zu Plan der Arbeitsprozeß seinen Weg nimmt. in beiden Fällen isLt1,es  Un Man 
IT: des Betriebes möglich den t16ci1cteu acad von reistuugskai)igkeit zu erreiche!-T   
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Man bedenke, was die r i    
burgischen Handel für eine EbscHkk;lII(:3eI1l::.  gk:m"zet? Mk den yam- 
weitere Ausbau dieses Betriebsgewebes von immer feiner werdendergc atra Ja, M: immer 
alle Schwankungen und Abweichungen des Wirtschaftslebens mit seinernEg2tlLds::e-H3kgea 
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des Bedürfnisses anbequemt, wie die Haut des Menschen sein U) W um 
M Technik des einen He-,d1ämS M) den immer feiner W den-T aCl1stum. l"iur dann kann 
Ieistungen der Menschen untereinander in der Zeit der im er M M Beziehungen der arbeits- 
sd1aft anbequemen und alle Do-teile wahrnehmen Da Kam' mehr W) !-amm-Moden wMwin" 
Speicher sich trennten, seitdem also der Händel mittef auf?annSmm M, fanden-. Komm, und 
wird, zu einer Art i-eldherrentum geworden Der alt; Mo am-U wMmscher mutet dirigiert 
and) genug schlaue Bered1nun dazu   S Handel war Dm"fgä"gM"m- wem 
 hierzu und zu I-eigen(-em irrt?  große und Duelle 6ewilme 
        
        

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