Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
welcher die Ikonologie der Götter nebst einem Generalregister enthält
Person:
Sandrart, Joachim von Volkmann, Johann Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046867
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4547332
der Götter.  127 
Die- Alten schildern den- Charon als einen alten geizigen, murrischen, und tro- 
i5igen Mann, der mit den Seelen nicht sieh.-r höflich umgieng-. So fährt er zumExem- 
ne! den Aeneas beym Virgil heftig an, undii1gt, er könne nur umkeh-ren und seiner 
Wege gehen, weil er in der Hölle nichts -zu thun habe. Er sieht weder auf Würde, 
Stand, oder Reichthümer, sondern begegnet alten gleich. Uebrigens wird er als ein 
munterer arbeirsamer Mann ai)gebiidet, wenn er g-wich eingefallene Backen hat , und 
alt und traurig aussieht. Seneka beschreibt ihn auf diese Art:  
.Hunc fervat o"mnem cultu Z( afpeC:"tu 11orridU-s 
       
lmpexa pendet barba, def0rmck"11 II-num 
N:odus  concavae fqualcnr genas;   
Regt: spie: come p0rtjror long0 racem.  
Charon ward übrigens f-Irr einen Sohn des Erebns nnd der Nacht ausgegeben. Wenn 
er lebendige überfahren sollte, muscen diese ihm einen gewissen goldenen Ast- der im 
Gehölze der.Hekate oder Pro-serpina gebrochen war, V-orzeigen, ohne welchen er 
keinen über den Acheron setzen durfte. Nichts desto weniger wagte er es einmal, wie- 
wohl halb gezwungen, den Herknles über zufahren, wofür er-ein ganzes Jahr im Ge- 
fängniß sitzen muiie.    
Ehe wir die Hölle gänzlich oerlasü-n, müssen wir noch in den schönen Versen 
des Virgils; alle die Gottheiten und Ungeheuer anzeigen, welche sich nach dieses 
Dichters Beschreibung am Eingange derselben aufhielten. 
VelkibUIum and: ipfum primisquc in t"aucibus" O!-ei, 
       
Pallentesquc habitantsmorbi- rriFcisque sene8cuss 
Er Metus sc maIel"uada Fames; 8: turpis E-g,cPcas, 
(Tcrribjles vifu format) Lethumque Lab0rque:, 
Tut-n confanguineus I,-ethj sop0r, 8z: maIa mentis 
Gaudia, m0rt"1fcrumquc advcrfo in limine B-;-I1um:  
Ferrciquc F.umenidum tha1ami, Z(-Difcordia Clemens 
V"1pereum Einem virtis inncxa c1-uenti8. "k-   
Mu1taque prXte1-ca variarum- month-a ferarum 
Centauri in for-ibus fkabulant, scj1la:que bjformes- 
Er ccntum gemin.us Briareus, ac be1lua Les-nae  
Hort-endum Pcridcns, Hammisque armata ChimXra, 
 Gorg0ncs Hat-Pyi:-eque, 8c forma tricorporjs umbrae. 
  Acn. Lib.sV1. v. 273. 
Der eilft-e Abschnitt. 
Von dem Merkur und feinem Frieden:-Wabe. Der Friede, die 
Eintracht, Treu und Glauben. Abbildung des Merkurs, Paläjira des 
Merkurs Geliebte. G.otts)ecten der Nacht, des Schlafs und der Traume. 
 .Herkules und dessen Abbildungen.  
 Platte M.  
-Ohne uns in eine weitlciuftige Untersuchung von dem Ursprungs; des Rahmens vom 
Merkur einzulassen, nnd auszninachen," wie viel Me"rkure es ein der alten Geschichte 
gegeben, erinnern wir, daß die Fabellehrer bald Vier, bald funf, baupts(ichlich aber 
nur zween annehmen; und daß der vornehmi?e, und dem alle Thaten der übrigen bep- 
gelegt
        

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