Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
welcher des Bartoli anticke Basreliefs von Rom, die römischen Gärten, und die Verwandlungen Ovids enthält
Person:
Sandrart, Joachim von Volkmann, Johann Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046831
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4541053
I- Kurze Erklärung 
Die 7. Platte. 
 Die Vergdtterung des Titus. 
Die Römer Vergötterten ihre Kaiser nach ihrem Tode. Eine solche Apotheose 
slellt dieses oben in der Mitte des Bogens befindliche Basrelief vor. Titus list auf 
einem Adler und wird nach dem Himmel geführt, um unter die Götter versetzt zu wer- 
den. Siehe Num. 1.   
 Auf den"Seiten bemerkt man Adler (Num. 2.) mit den Donnerkeilen in ihren 
Klauen, welches gleichfalls Sinnbilder der Vergdtterung sind. Unter den Adlern 
lind allerlei) Blumen und halbe Figuren von Thieren zur Zierde eingehauen. Dieses 
Basrelief und die Sinnbilder find ein deutlicher Beweis , daß der Bogen ers? nach des 
-Kaisers Tode errichtet worden, welches einige ge-liciugnet haben. 
Die 8. Platte.  
Der Sieg des Trajans über die Dauer.  
Dieses und die folgenden Basreliefs gehören zur Geschichte des Trajans , sie sind 
aber heutiges Tages eine Zierde vom Triumphbogen des Kaisers Conitantinus. Die 
grossen Basreliefs sowohl als die kleinen und runden- deren in allen über zwanzig sind- 
veri7ei3te man Von dem Markte oder dem Triumphbogen des Traians an jenen, weil die 
Kunst damals schon dergestalt gefallen war, daß es kaum mit,telmüßige Bildhauer gab. 
Der Unterschied im Stil zwischen den Basreliess und der übrigen an dem Bogen befind- 
lichen Bildbauerarbeit zeiget Mc) gar deutlich. Man plünderte also den Bogen des Tra- 
jans, um diesen auszuzieren- ob gleich die Gegenstande, wclcl)e sich auf den dacischen 
Krieg beziehen, aus den Constantin gar nicht passen. Der Stil in diesen Basrcliefs 
ist edel, und zwar nicht so schön als in dem Bogen des Titus, doch zeigt sich noch eine 
gute Manier darinn. Die vornehmsten sind die behden grossen über dem Bogen, wo- 
von das eine das gegenwärtige ist, und die Schlacht vorstellt. Man sieht den Kaiser 
daraus, wie er seine Fahne muthig gegen den Feind ansiihrt, und wie die Ueberwund- 
neu ihm entgegen kommen und sußfiillig seine Gnade anflehen. Die Erschlagenen lie- 
gen da, andere sind im Gefechte begriffen, und überhaupt zeigt sich in dem Ganzen Viel 
21ction und eine feurige Zusammensetzung.  
 Die achte Platte zeigt ein paar Soldaten zu Pferde mit grossen Schilde-n, welche 
auf die F-ußvblker eindringen. Das eine Pferd ist gut gezeichnet. Dem einen gefan- 
genen Dacier sind die Hunde auf dem Rücken gebunden. Im Hintergrunde entdeckt 
man die Zelte des Lagers. 
Die 9. Platte."  
Fortsetzung des Sieger? über die Dauer. 
Trajan greift die Dacier an und jagt einen Theil in die Flucht, und andere werfen 
sich ihm zu.Fuß.  Hinter ihm stehen die Osficiers (13gnifckj) mit den militarischen 
Zeichen, (üg:1is) welche in den ältesten Zeiten nur aus .Heuwischen bestunden- wozu 
man aber nack1gehends die Adler nahm, daher auch alle Zeichen- oder Fahnen aquiIae 
genennt wurden. Sie waren zum Theil zierlich gemacht- wie das oorderfie Zeichen 
dieser Platte, wo man unten.seine Art von einer Quaste, darüber des Kaisers Bildnis; 
in einem Medaillon, darauf eine Krone, einen in die Höhe stehenden Lorbeerkranz, 
eine Stadtmauer, und ganz oben erst den Adler sieht.  
Im Bogen des ConiIantins. 
 Die
        

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