Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
welcher des Bartoli anticke Basreliefs von Rom, die römischen Gärten, und die Verwandlungen Ovids enthält
Person:
Sandrart, Joachim von Volkmann, Johann Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046831
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4541048
alter römischer Basreliefs. It 
Die S. Platte. 
 Fortsetzung des Triumphs.  
Dieses Basrelief ist in Ansehung der Alterthümer eines der merklvürdigsten in 
Rom, weil es uns die Kostbarkeiten des Tempels zu Jerusalem vorsicllet, welche man 
nirgends so genau vorgesleut findet. Es ist daher den Erklcirern der Bibel, worinn 
des Tempelgercithes an so manchen Stellen Erwähnung geschiehet, wichtig, und hat 
dem gelehrten Kenner der indischen Alterth1"tmer- dem Reland, Gelegenheit zu der Ab- 
handlung von dem geraubten Gerathe des indischen Tempels, welche sich am Triumph- 
bogen des Titus zeigen  gegeben. Man sieht hier   
I. Den goldenen Tisch, worauf die Schaubrodte lagen. 
"2. Die Schaalen oder Becher zum Trankopfer.  
Z. Die Posaunen, welche bei) den Feyerlichkeiten gebraucht wurden.   
4. Den goldenen Leuchter mit den sieben Armen. 
5. Einen römischen Ritter in seiner Kleidung mit einem Gürtel umgeben,und einer 
Art Von Schnalle auf der Brust.  
 Phalc1-is hie peEkore kulgct. sil. Ita1. I. XV.  
6. Einen von den Quiritibus, oder römischen Bürgern, welche in weissen Kleidern, 
mit Lorbeerkrcinzen auf dem Haupte und Lorbeerzweigen in der Hand, Vor dem 
Triumphwagen hergiengen.  
   Praccedentia longi 
Agminis ofHcia, sc nie-eos ad fraena Qgi1-it,es. 
Jus-en. sar. X.  
Jnnwendig im Fries? des gedachten Bogens.  
Die 6. Platte.  
Fortsetzung des Triumphs.  
 I. Der Kaiser steht auf dem Von vier Pferden gezogenen Triumphwagen , und 
hält den Cocnmandostab in der Hand. J 
2s Hinter ihm stehet die gefIk1gelte Si8gesgöttinn und krdnet ihn mit einer Lor- 
beerkrone. 
d  sie Göttinn Rom, welche man an ihrem Helm und SpieiTe erkennet, führt 
ie P er e. 
Der Rath ließ diesen Bogen auf Befehl des Kaisers Trajanns dein Titus zu Eh- 
ren erst nach seinem Tode aufführen, wie die Jnnschrist auf der Seite nach dem Am- 
          
Einige glauben, Titus und,5Bespasianus hatten zugleich triumphirt; welches dieses 
Basrelief zu widerlegen scheinet, weil man den Kaiser Titus nur allein vorgestel1t siehet. 
Man bemerkt an den Halsen der Pferde schönes Geschirr, welches von Gold und 
mit C-delgeiIeinen besiegt war. Diese Geschirre hiessen von dem auf der Brust hängen- 
den halben MoUde Lunaka M0ni1ia, Gehe den Statius Thcbaid. I. 9.) dergleichen Ge- 
schirr zeigti7t1) M! den Pferden der Vi8kfp(kUt1I"gen Wagen in der Rennbahn, sonderlich 
an den Wagen der. Ueberwinder von der venetischen Faction, wovon Sandrart ein 
Mosaik in der Bi-vliotheck des damaligen Patriarchen von Jerusalem Camillo Mai77mi 
einführt. Die mit zwei; Pferden bespannten Wagen waren der Göttinn Luna als der 
-.)3orsteherinn dieser Spiele gewidmet.  
Im Bogen des Titus.   
(B) 2  Die 
 De fpo1iis rempIi Hier0foIYmjrani in arcu Titi R0mae c0nI"picuis. Die in Rom Ich tMfhn!tet1deII Juden gehen 
nicht -durckF dieses! Bogen- sondern nehmen Lieber einen Umweg- um das traurige Andenken ihrer ehemaligen 
.HerclieI2kenen in vermeiden.
        

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