Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rembrandt-Galerie
Person:
Rembrandt <Harmensz van Rijn> Wurzbach, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040379
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3981367
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Werke von l6Jr4w7j; die besten sind die Familie Ryklof van Gocns, 1650, in 
Harlem, und ein Porträt des Olearius, 1666, in Kopenhagen; bedeutender ist er als 
Radirer, und seine seltenen Blätter erinnern an Ferdinand B01. Im Jahre 1663 
bereits, war er am Hofe des Herzogs Christian Albrecht von Holstein-Gottdorp in 
Schleswig thiitig. 
Eine ziemlich räthselhalfte Erscheinung ist ein Maler Namens Gerard oder 
Willem Drost oder Horst, oder Drost van Terlec, wenn Houbrakcn, der 
den letzteren Namen angibt, hiemit nicht zwei verschiedene Maler bezeichnen will 
und der Name Terlee nicht das Resultat eines Druckfehlers ist. Ein Maler Pieter 
Adriaen den Drost erscheint in Delft zwischen den Jahren 1613-1649 als Oel- 
maler thiitig, aber es ist nicht bekannt, 0b er zu unserem Rembrandtschüler in 
irgend welcher Beziehung steht. 
Drost war mit jan van der Meer aus Utrecht und Karel Loth in Rom be- 
freundet, dürfte aber erst nach seinem Aufenthalte in Rembrandts Atelier nach 
Italien gegangen sein, denn seine italienisirenden, nicht selten Giorgione imitirenden 
Bilder sind aller Wahrscheinlichkeit nach die späteren Arbeiten; die Werke jedoch, 
welche ihm zugeschrieben werden, sind so sehr von einander verschieden, dass es 
beinahe unmöglich ist, anzunehmen, dass sie von einem Meister herrühren. 
Wir können nur das Horst bezeichnete Bild, die Begegnung jacobs und Esaus 
vom jahre 1641, in Stockholm, die Bathseba, von 1654, der Ventc Leroy d'Etiolles, 
das Hirtenmädchen neben dem schlafenden Hirten, in Berlin, und ein I. V. Droste 
bezeichnetes Porträt eines Mannes mit breitem Hut, in Dresden, anführen. Niiheren 
Aufschluss über seine Arbeiten geben einige interessante Stiche und Radirungen 
nach seinen Gemälden. Er scheint, nach der Bathsebtt und dem Porträt in Dresden 
zu schliessen, ein nicht unbedeutendes Talent gewesen zu sein. Zwei Bilder der 
Berliner Galerie, der Segen Jakobs, und die Grossmuth des Scipio, deren letzteres 
deutlich G. Horst bezeichnet ist, machen dagegen die Annahme wahrscheinlich, dass 
Drost und Horst zwei ganz verschiedene Künstler, beide aber Rembrandtschüler 
sind. Eine Thntstlchc ist nur, dass man bisher über den einen eben so wenig weiss, 
wie über den anderen. 
Picter Verelst, thiitig von 1648-1666 im Haag, wird ebenfalls als ein 
Rembrandt-Schiller bezeichnet und sein Porträt einer alten Frau, von 1648, in Berlin, 
ein holliindisches Fnmilienporträt von 1650, in Harlem, ein männliches Porträt im 
Bclvcderc in Wien, machen die Annnhnie nicht tinwahrscheinlich. Er ist fein, sorg-
        

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