Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Johann Winkelmanns alte Denkmäler der Kunst
Person:
Winkelmann, Johann Brunn, Friedrich Leopold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1036653
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4234407
und von der Schönheit. 
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Grie en dre neue Abt ei    
        
icyon, von wo diese Kunst an-3gegan en 20 V M M en  ZU Athen und 
Dem eben enannten a  g war'  APeueH NR- der ZU Simon die 
einen Ums. Glanz.  Ratte, gab mit dkes-en: feinem Lehrmeister dieser erneZk:kE:1eräyck3V1Izt: 
get! Schulen erlangte, den He wM.l.d e9VUfM - Daß He tu der Mahleret) jenen Vorraug Vpk zum übri- 
Philadelphus in ganz -3HY,andMn B; ) 9ehF4k;t has, wie man aus dem prachtvollen Zuge, den Pko1emzUz 
wundern-3wi"crdigsjekx Dingen die dULM XIV-W I!Eß- Wehen kann,.indem unter den kostbarsten und be- 
werden. II) " a U) ZU sehen Waren- bloß Die Gemählde von. Simon erwähnt 
 
     D- Käf! 
Ich sehe eben, daß ich mich bei) dieser Geschichte der KU-nlk DE1'ZMk2"U"9 sauer d'm n  diese; SMF. 
sehr nU8VVEktE, und gerade von dem schweige, was man- vielleicht'vor' alleni.An es; wisse? Z.JeM-Klang 
sich von der Zeit, in welcher die Kunst selbst gerade aus jener Nohigkeit und jener aniei, er  F  H 
Die wie ex,-W  km en esehen haben, sich herausgegebene: hat. Allein wie- ans! U 
s .n angesuhrten M z S   ( , S a eh Mde"en etwas 
Von einer Zeit sprechen, von der uns alle Nachrichten und Denkinahler se )len.  los i Schrimn Vor- 
davon sagen; se weis-e es dieses, daß, wenn die Kunst iinter allen. Griechen iintTg eichen von Athen ge- 
warts rückte, jene Münzen schon vor den Zeiten des Cyrus Und PtiTslratus, des WhrannenMbt U Eben 
prägt seyn mifisse; indem nni diese Zeit, d. i. in der 60lkEU Oct)1nPZadE- V,VVU S  Z   
-l  22 di önsten Werke, welche die Kunst bis aUf Diese ZU! HEF-  
si Heini- ) dessen bronzene Statuen unter e N)     ! .M MmMh M  De,  
vorgebracht hat, gerechnet werden. PIkUkUS PS! das ZUMkek dieses Y7c,dHa""s W Da  ! d H M hattet Vieren. 
die 87ste Oli)nipiade, U) und mache ihn zu einem Zeitgenossen des PhidiaH. Allein ebr citdi.rt. saMe1t) tm Zenos: Korn 
Siiiiischriften der Dichtei"in Ei-iiina, die sie zum Lohe Ader beruhn1tC" HkV"ZHe"eF DIE e e.n1 rege Hat; He Plinius ange- 
verferkigt hatte. Nun konnte Jene doch aber nicht fruher leben als dieser, wir wissen vie ine9;e,  S  
eine Zeitgenossin des Anakreon war, der in Einer seiner Sinnschriften von einer Statue.des ercur2ii:)  säh Grasa- 
spricht, auf deren einem Arme der Name dessen, der sie hatte verfertigen lassen, geschrieben war. M 
Diese Gewohnheit, seinen Namen auf die nackende Statue zu schreiben, hatte Mutes! fis! Ach-   
man erzählt, daß er ihn iii einen bronzenen- Apollo, der in der Stadt Agrigentum in  Dz,s,kekz,,  
war, mit s"ilbernen Buchstaben eiiifiigt-e; Es) diese (FjewiJbnhIM,  Im skkf"l;Jiw dem 
nicht mehr. Ein frMzöMBer Aka"del:?1ke; ?oal;:tl:S  dirs) diese Art- feinen Namen  
sihi-ist an dein Apollo des  i)ron gie , -e - Z    es MS en, -z 
      
allein kein einziger Schriftsteller sprichtVon einem sOkchen (jeseZEs  C! U-  (  eines A:-vlIV 
jener Behauptung an, daß, als Phidiat; seinen Namen habe auf M SkcFäUS Fiel?  einseitig: hat- 
eiiigrabeii wollen, ihm dieses nicht erlaubt worden sey, weil man daraus ni )t N Weg dTs!1ä2- rauhe ich 
wie Mi)ron seinen Namen aiif einen nackten Theil feines Jupiter habe sehen wollen. A du ! ans den Sm:  
daß selbst aus der Form der Buchstaben- Die M1)WU M) fVkc)e" IUfCH"lkeU- Unter " ern dem ;Phzdzaz. 
tuen, die er zu E-liH verfertigte, gebrauchte, immer mehr erhellen Wurde- Daß Er kAU9e.VVk die Inschrif- 
lebte, wenn Pausanias, der von diesen Statuen redet, sie eben so beobachtet hätte, wie er 
ten beobachtete, welche Phidias selbst und POkk)CIEkU9 Ums! Ihrs? SkAkUeU ZEISS! HCMU-  
 dem linius iia , um u beweisen, daß Myron älter als Phidias sey? sc. Von den 
              
pubein non emckidatius fecilI"e guckt-i1 rudis-tinuqu1tas; 2 7-) d.h. eben so, wie ich im vorigen Kapitel arise- R iäi.ea4ä)ls:nius 
           
Kopfe als tin der Sd2MM 0UfD"E Akt-  M -is Musen cetban hätte -da man schob! gewohnt War Es 
jenes Aieerkhum greuzie, als wenn er dies zu einer ZU S - - 
besTerjzii machen? 
J-eh kann bei) dieser Gelegenheit nicht unterlassen, die EtkkTkUn9 MiUfÜbkVU- WMhF HAkVUkU 
c  u des Plinius, wo er von dem Mut-on spricht und welche vor den oben angesuhrten vor- 
vok: das eFoT]tisebt Sie heißen so: P!-imus hie ini.11tip1icalI"c-: variettirem videtur, numer0fior in arti: 
ass;ngel;i0h;c1etus. Von diesen Worten hat .Harduin zwei)erlei) Aus-leguiigen ; erstlich, daß Mi)ron sich 
gesondert; auf dasjenige, was seine Kunst vervielfältigen konnte, beflissen habe, welches ich aber nicht 
ers-kek,e T-3weytens, daß er der Meister von vielen Statuen gewesen sey- Wenn lnan aber and) WITH 
V  ehe Das diese letztere Erklärung bedeuten solle, und wenn Hardnin auch selbst ihr den Vorzug giebt; 
very- k,s;e sich doch nicht mit dem, was ich davon denke. PIWUH Wählt Nicht- daß M1?kV",VaPUFd2- 
so Hm  le Werke VekfErtigte, sondern vielmehr in der Kunst selbst, die Mannichfaltigkeit vervielfaltigte 
daß er vie  dieser nicht aber in der Menge jener, name-ro1"us war. Ich frage nun aber, was in der 
und da?  anders bedeuten sollte, wenn man es nicht auf die größere Harmonie und Ge- 
KmYst Ha  see Zeichnung beziehen will? Wir lernen dieses aus der Wirkung, welche diese n-umerolitas 
"amgFm M X [3kqcl te Primus hie mu1tiplica1I"e varietatcm videtur, drückt jene MUnntc2faltigkeit 
I:   noch nicht an den Statuen gesehen hatte; denn Viele H;3kVi!tI bis VCbäU UE;hfU 
-s    "ineiuimun e ie- 
der get-iiigeii Genauigkeit der Contiirne und wegen de; i;ienigen Geschicklichkeit g r der, 
no) P1in.l..35. c. 36.  
El) Athen. Deipn. L. H. p."19-H. F- 
22) conf. Scalig. s11in1adp-ers, in lEul"eb.-Chro11jc. n.1664. 
P. 124. 
2z, P1in. L. 34. c. 19. H. Z. F. 114,
        

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