Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Baufluchtliniengesetz
Person:
Saran, Walter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3906354
öffentlichen Verkehr und den "Anban sertiggestellten 
Straße zu bebauen, daß er 1Jieran durch die Fluchtlinie 
der neuen Straße gehindert worden ist und daß er 
nunmehr in dies er leßteren Flnchtlinie wirklich baut. 
Liegt beispielsweise ein Grundstück mit einer Front 
von 15 In an einer anbaufähigen Straße nnd wird von 
der Straßenflnchtlinie einer geplanten neuen Querstraße 
derart getroffen, daß ein 5 m breiter Streifen in die 
künftige Straße fällt, dann kann der "Eigentü1ner nicht 
mehr, wie bisher, ein Gebäude von 15 In Straßenfront- 
1iinge, sondern nur noch ein solches von 10 m Front 
errichten. Den an sich bebaubare1c Streifen von 5 m 
muß er unbebaut liegen lassen, er muß mit der 
Seitenfront des zu errichtenden Gebäudes bis 
auf die Fluchtlinie der neuen Straße einriixken. Diese 
sEinhaltung der neuen F"luchtlinie mit der Seiten- 
front des Gebäudes ist unter der Bebauung  
der Fluchtlinie der neuen Straße" zu ver- 
stehen. Die Errichtung an und nur an oder neuen 
Straße ist nicht gemeint. Unterstellt wird also zunächst 
ein bebauungsfähiges Grundstück an einer an"baufähigen 
Straße und sodann eine dieses Grundstück treffende 
Fluchtlinie für eine neu anzulegende Straße, welche die 
bestehende Straße schneiden soll, also für eine Quer- 
straße. Wenn beim Vorhandensein dieser Voraus- 
setzungen der Eigentümer sein Eckgrnndstück unter Be- 
achtung der neuen Fluchtlinie bebaut, so kann er for- 
dern, daß die Gemeinde ihm den -in die Straßenfläche 
falle11den,Teil abnimmt, auch bevor die neue Straße 
hergestellt wird. 
b) "-Das ,,unbebaut" bedeutet, daß das Grund- 
stück in der F-luchtlinie der bestehenden Straße 
noch nicht mit einem Gebäude besetzt war. Ob das 
Grundstück im übrigen schon bebaut ist und 
mit dem bebauten Stück kalastermäßig, grundbuchn1äßig 
oder sonst ein zusa1nmenhängendes Ganze bildet, ist 
für die Anwendung der Bestimmung völlig gleichgültig, 
sofern nur nicht das Vorhandensein des Gebäudes ein 
Hindernis für die Bebauung des Grundstücks in der
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.