Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pressestimmen (Auszüge) für das Staatliche Bauhaus Weimar
Person:
Staatliches Bauhaus <Weimar>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026945
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3884233
rigen erstmaligen Ausstellungsräume angesehen hat, kann nicht um- 
hin  mag er sich zu den einzelnen Arbeiten stellen, wie er will  
zuzugeben, daß Fleiß und Ernst bei dieser Arbeit ihre Spuren hinter- 
lassen haben, zumal, wenn er weiß, daß das Bauhaus in seiner heu- 
tigen Form erst seit 4 Jahren besteht und alles, was man hier sieht, 
in dieser Spanne Zeit geleistet wurde. 
NR. 40 
IIRBEITEN 
BAUHAUSES 
Van Erich Schlenker, Heilbronn 
1 1. X. 1923 
I Durch seltene Klarheit und erstaunliche 
Schönheit in Formgebung und Farbe zeichnet 
sich der Keramikraum aus, in dem sich neben 
Keramikarbeiten (Ton-, Porzellan- und Stein- 
gutwaren) auch Arbeiten der Metallwerkstätten 
und der Buchbinderei befinden. Die Töpferei- 
werkstätten, die als einzige all der andern nicht 
in Weimar, sondern in Dornburg bei Jena be- 
stehen, sind hier vertreten durch Arbeiten von 
Lindig, Bogler, Burri, Driesch und Friedländer. 
Sie alle bewähren sich gleichermaßen durch 
sichere Beherrschung der Form. Was hier 
gezeigt wird, sind  vor allem dort, wo man 
sich an althergebrachte Formen anlehnt  
Dinge, die zweifellos jedermann durch ihre 
 schön gefühlte Form, welche sowohl mit dem 
Material als auch mit der Tönung in feinem 
Einklang steht, gefallen. Man mag Einwände 
suchen, soviel man Will, hier ist etwas fertig, 
das gerade deshalb gut ist, weil es sich zu be- 
 schränken weiß. 
Kaum irgendwelche Ornamentik, (höchstens 
wenige Stücke mit ganz geringer, abstrakt ge- 
 haltener Schablonisierung), fast alles in einem 
Grundtone gehalten mit feinen Nuancen  so 
stehen diese Schalen und Kannen, diese Töpfe 
und Vasen da, anspruchslos, und reden durch 
feine Formung die ihnen eignet und ihren Ge- 
halt ausmacht O  
O Das gleiche kann auch für die Metallarbei- 
ten gelten. Wo an alteinfachen Formen fest- 
59 gehalten Wird, sind teilweise herrliche Über- 
raschungen erzielt worden l
        

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