Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Stiftsbibliotheken zu Admont und Vorau
Person:
Buberl, Paul Wickhoff, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4147171
Bibliothek des Benediktinerstiftes Admont. 
g   I"  c   wSymbolum S. Gregorii de fide S. Trinitatisßr 
q   Ph  _ j  3' Initiale C, innen die sitzende Figur des Papstes Gregor des 
  e". Großen in bischöflichem Ornat mit Infel, Pedum und Buch 
n l  i  (Fig. 83). Die braunen Linien der Federzeichnung sind grün 
    L    und rot nachgefahren. Stil und Technik wie in den drei anderen 
V5,    VV  i Hss. dieser Gruppe. 
1    .  j. 140.- Initiale Q, innen im Geranke ein Vogel- und 
l . 1    und ein Löwenpaar; die Lauda bildet ein langschwanziger 
     Vogel. Braune Federzeichnung, zum Teil gelb koloriert. 
"    f. 14-15 Initiale J, gebildet von symmetrisch ver- 
V  V53}.   schlungenen Ranken auf viereckigem, grun-rot-gelbem Grunde. 
r  j;     l   Braune Federzeichnung. 
J       z.  ,  f. 170.- Initiale F in gleicher Art hergestellt. 
a     in   1  f 1 Die Initialornamentik istganz dieselbe Wie in Hs. 63 (r 5). 
 i,  i.  Hi.   
.1    w; xi i  iiigi VVV   
     53'   65  Psalterium tetraglotton S. Hieronymi , 
        I,   Jahrh. 
[V       Deutsches m., 300x395, IÖIf. Regelmäßige Minuskel in zwei 
   Vgdgah   QV und vier Spalten. Initialen und Miniaturen in Federzeichnung. Brauner 
Ledereinband mit eingepreßten Ornamenten. Auf der Vorderseite einge- 
Fig 83' preßt in großen gotischen Minuskelbuchstaben: Iste liber est sancti Blasii 
Ädmont, HS- 54   1,- Initiale C' Papst Gregor der Großh in Adniund. Auf jeder Seite fünf Messingbuckel (XV. ]ahrh.). 
Admonter Arbeit aus dem Ende des XlLjahrhs. Nach Wich- 
ncr saec. XI. Unsere Datierung ergibt sich aus dem Charakter der spitzen, schon leicht gebrochenen Minuskel sowieMauVs dem ätile Äer lglinigturgg 
(iiiissigen Faltenbehandlung), der Form der Mitra des Bischofs auff. [58 und der engen Verwandtschaft mit den  lmaturen er  55' 3, 4a 
(15, 40, 83) und 33 (16) (Titelbild). 
f.I; Brief des hl. Hieronymus. Initiale Q, rote Feder- 
zeichnung, im Geranke ein Vogel, den Querbalken bilden zwei 
miteinander verschlungene Drachen. 
j} 10': Ganzseitige Federzeichnung in Braun, Grün 
und Rot. Ein bartloser Jüngling in Vorderansicht mit bis zu 
den Füßen reichendem Gewande hält vor sich ein großes, auf 
die Spitze gestelltes Quadrat, welches durch ein Netz in 
36x36 Quadrate geteilt ist, die mit Buchstaben gefüllt sind; 
die richtige Lesung von der Mitte aus ergibt: Vivet in Ad- 
mundo sacra concio mortua mundo. Das beweist den Ad- 
monter Ursprung der Hs. Am oberen Rande in moderner Schrift 
die Lesung. 
f. I7: Beginn des Psalters. In vier Parallelspalten 
nebeneinander das Psalterium Gallicum, Romanum, Hebraicum 
und Grecum; das Hebraicum in lateinischer Übersetzung, das 
Grecum in lateinischen Buchstaben. Jeder Vers beginnt mit 
einer kleinen Initiale in Minium. 
jl 15A": Im unteren Teil Federzeichnung: Thro- 
nender Bischof (Fig. 84). Der bärtige Bischof sitzt in Vorder- 
ansicht auf einem Faltistorium mit Drachenköpfen und -füßen; er 
segnet mit der rechten Hand, Während er in der linken das 
Pedum hält. Er trägt eine ziemlich hohe dreieckige Mitra, wie 
sie in dieser Form im Salzburger Kreise nicht vor dem Ende 
des XII. jahrhs. möglich ist, eine rotgezeichnete Alba und 
eine grüngezeichnete Dalmatik, deren breiter Saum mit grünen 
und roten Edelsteinen geschmückt ist, und darüber eine mit 
braunen und grünen Strichen gezeichnete Kasel. Im Gesicht 
sind Brauen, Oberlid und Pupille schwarz, Stirnfalten, Oberlid- 
j:       ß   
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    ß   
              , 
Fig. 84-  
Äxdlnont, H; 55  f. 1581 Throncnder Blschof.
        

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