Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021006
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3836173
Die 
iLombardei. 
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war in Begriff den Genuesern im Jahre 1241 eine Flotte 
zu Hülfe zu senden I, als die Nachricht eintraf, daß sich die 
kaiserliche bereits entfernt habe, und der Abfall von Pola 
und Jadera ihre Kräfte in Anspruch nahm. Die Einwoh: 
net der letzten Stadt sprachen den Kaiser um Hülfe an; 
er wollte jedoch seine Seemacht nicht theilen, sondern lieber 
in Verbindung mit den Pisanern an einer Stelle obi7egen. 
Im Jahre 1241 schlossen die Mailcinder Friede mit Pa: t241. 
via; aber das Land zwischen beiden Stcidten glich mehr 
einer Wüste, als einer fruchtbaren Aue2; und durch einen 
neuen Krieg mit Komo ward nun auch die nördliche Land: 
schaft verheert. Gleichzeitig dauerte die Parteiung zwischen 
Adel und Volk innerhalb der Mauern Mailands fort, und 
neuer Streit entstand über die Wahl eines Erzbischoss. End: 
lich kam man.überein den anzuerkennen, welchen der Mi: 
norit Leo von Perego ernennen werde3; worauf dieser sich 
selbst erwählte; Anfangs zum Erstaunen Alter, dann we: 
nigstens zur Zufriedenheit der guelfischen Partei, denn Lea 
war ein heftiger Feind des Kaisers. 
Ezelin erhöhte nicht minder durch Lisi und Grausam: 
keit, als durch Klugheit und Tapferkeit seine Macht, beson: 
ders auf Kosten des Markgrafen von Esie. Den Grasen 
von Panego, welcher in den Verdacht kam, daß er Verona 
für große Summen den Lombarden habe übergeben wollen, 
ließ er ohne Rücksicht ausIseine Schönheit und Jugend hin: 
richten; den Baumeisker, welcher sich frech erbot, ihm Ge: 
fängnisse und Marterkammern zu bauen, schrecklicher als sie 
je erfunden worden, ließ er nach so musierhafter als bos: 
bafter Vollendung derselben, zuerst auf jämmerliche Weise 
darin umkommenI. 
Danäolo 
354. 
2 Magd; qIlva Centrum videbstur quam sgtsicultuka; 
265.  
Gab: 
lVlasnn1a 
T saxii archiep. II, 696, 
C Roland. Patzv. V, M. 
zu 
l24l.
        

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