Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021006
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3839766
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Schlacht 
bei 
JUontaperto. 
t260.keit herrsche i7n florentinischen Heere, und man dürfe auf 
den Abfall Bieler in der Schlacht rerhnen.H  Kaum hatte 
Razzante diese Worte beendet, so rief das Volk einmüthig: 
,,zur Schlacht, zur Schlachtlll  und die Deutschen, 
sdenen man doppelten Sold versprach, oder zahlte, theilten 
diesen Eifer.  
Das Heer, an dessen Spitze Troghifio der Podesta, 
Rofredo de Jsola der Volkshauptmann, undGraf Iowa: 
nus der Statthalter Manfreds standen, zählte nur etwa 
I7,000 Mann, und war mithin kaum halb so stark, als 
das florentinische. l500 deutsche Reiter und 2000 deutsche 
Fußgänger überwogen nun zwar eine gleiche Zahl Feinde: 
doch war es sehr klug, außerdem auf Mittel zu denken, 
welche den Unterschied der Zahl ausgleichen könnten. Zu 
dem Zwecke wurden 400 deutsche Reiter unter Anführung 
eines Marschalls, und 800 sienensische Fußgänger, unter An: 
führung von Nikolo Bigozzo, heimlich rechts ab, auf den 
Weg gen Alciano gesandt und hinter Hügeln so aufges 
stellt, daß sie unbemerkt das SäJlachtfeld beobachten konnt: 
ten. Die Hauptmacht.zog aus dem Thore des heiligen Veit 
hervor, worüber die fIorentinischen Anführer cwelche noch 
immer auf eine verrcitherifche Einnahme der Stadt rechne: 
end sehr erschraken und kaum Zeit behielten die Schaaren 
zu ordnen. Doch widerstand ihr linker Flügel dem ersten 
Angrisfe des fienensischen Fußvolkes nicht bloß mit Muth I, 
sondern, weil man von der Höhe herab focht, Anfangs 
auch mit Erfolg: als es aber dem rechten Flügel der Sie: 
nenser gelang, sich eines wichtigen Hügels zu bemeisiern, wo: 
durch der Plan, das geringere Heer derselben mit der Ueber: 
zahl einzuschließen, vereitelt wurde; so schien die Schlacht, 
was das FußVolk anbetraf, im Gleichgewichte zu stehEUs 
siHingegen ertrug die florentinische Reiterei den Angrisf der 
deutschen um so weniger, weil zu deren Ueberlegenheit an 
Kraft, Muth und Uebung, sich unheilbringender Verrath 
Malavolki
        

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