Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021006
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3836831
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Rechts:rtigungsscl1rift. 
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bauenI Bietet ihr jenen einen Finger, so nehmen sie nicht I2s15. 
bloß die Hand, sondern den Arm dazu; und je mehr ihr 
dann eifrig und doch ungeschickt nach Freiheit. strebt, desto 
fester werdet ihr in die Netze verstrickt und unlö8lich gefan: 
gen. Wißt ihr nicht,.daß man von jeher diejenigen klug 
und glücklich nannte, welche sieh durch fremde Gefahr war: 
neu ließenZ Unsere Sache ist aber die Sache aller Könige 
und Fürsten, ja des Geringsten; denn das Recht soll Jeder 
vertheidigen nach seinen Kräften. Mit uns wird der An: 
fang gemacht: wäre aber unsere Macht erst gebrochen, wer 
von euch hätte Muth und Kraft genug, um zu widerste: 
hen2  Milde findet jetzt keine Anwendung mehr, man 
muß das Kranke und Krebsartige ausschneiden, damit das 
Gesunde errettet werde. Und dieses schwere Unternehmen, 
diesen harten Kampf beginne ich nicht für mich allein, son: 
derer auch zu eurem Besten. Ihr aber kümmert euch nicht 
.utn unser Recht und unsere Ehre; sondern leiht gleicbgül: 
tig bei allen Ereignissen, und schlaft ruhig Hort, als würde 
die Feuersbrunst, deren Flammen über den Erdball zusam: 
menschlagen, eure HäuHlein nicht erreichenll7 
,,Gott der Herr wird Alles von denen fordern, die soc: 
ches UnheilH Ursache sind, Wollte ich feige und träge meine 
Rechte aufgeben Cwas Manchem rathsam scheinen Magd, 
dann wäre ich wirklich der härtesten Strafe werth, und 
ganz natürlich würden dem scheinbaren Bortheile eines 
ruhigen AugenbliEs, die größeren Uebel nachfolgen. Aus 
jeden Fall bleibt mir bei der Mitwelt und Nachwelt der 
Ruhm des Widerstandes; diejenigen aber, welche sich meiner 
nicht annehmen, wird außer der Sklaverei dereinst auch die 
Schande treffen.U 
Diese Anklage des Kaisers beantworten der Papst in 
Schreiben folgendes Inhalts: 
,,Wenn ein Kranker, der milde Arzeneien Verschmähte, 
zuletzt der Heilkunde gemäß geschnitten und gebrannt wird, 
so klagt er daß der Arzt ihn grausam umbringe; wenn ein 
Uebelthäter, bei dem Warnungen nichts fruchteten, zuletzt
        

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